Wiedersehen & Abschiede in Südaustralien – Das Ende einer Reise

G’day! Wie der Titel dieses Beitrages schon vermuten lässt, geht unsere Reise bald zu Ende und wir kommen nach knapp 3 Jahren Reise wieder zurück nach Deutschland… mit dem Flugzeug! 😀

In diesem Beitrag geht es allerdings nicht um eine Zusammenfassung der letzten drei Jahre, sondern viel eher um die letzten drei Wochen. Denn kaum raus aus der Quarantäne, gibt es nicht nur einiges an Rückreise-Vorbereitungen für uns zu tun, sondern auch ein paar schöne Wiedersehen & Abschiede in Südaustralien. 

Wiedersehen mit Bruce, Buddy und Bruces Familie

Von dem Wiedersehen mit Buddy und Bruce haben wir ja schon im letzten Beitrag über die Hotel-Quarantäne berichtet. Buddy, der uns traurigerweise im ersten Moment gar nicht richtig erkannt hatte, war die Tage danach dafür umso anhänglicher. Er schlief fast jede Nacht bei uns im Schlafzimmer und folgte mir (Mona) ziemlich oft auf Schritt und Tritt. 

Jeden Abend unter der Woche gingen Bruce und ich mit Buddy durch die Nachbarschaft Gassi und jeden Vormittag am Wochenende gingen wir an den Hunde-Strand. Alles war wie vor einem Jahr und wir fühlten uns pudelwohl. 

Naja, fast alles…

Zum einen fanden wir bei einem der abendlichen Spaziergänge ein ganz kleines, noch federloses Vogelbaby. Es lag einfach so mitten auf dem Gehweg, weit weg von irgendeinem sichtbaren Nest und es war von Ameisen bedeckt. Ich dachte erst, es sei tot, aber dann bewegte es sich! 

Ich hob es auf, entfernte die Ameisen und brachte es sofort zurück zu Bruces Haus. Marcel und ich platzierten es in einem kleinen Plastikcontainer, den wir mit Stoff auspolsterten und stellten es unter eine Glühbirne zum wärmen. 

Long story short.

Wir probierten alles mögliche, um es am Leben zu halten, aber als Vogel-Neulinge mit so einem jungen Vogelbaby hatten wir keine Chance. Diverse Wildlife-Rescue Hotlines versicherten uns, dass sie es nicht annehmen könnten und es sehr wahrscheinlich sterben würde. Genau das passierte dann auch.  

Ein paar Tage später hatten wir aber noch eine seltsame Tier-Begegnung. Dieses Mal allerdings am Strand. 

Denn wisst ihr, was an einem Sonntagmorgen plötzlich am Strand auftauchte? 

Ein Delfin!

Ein Delfin, der ganz nah zum Strand geschwommen kam.

Das ist ungewöhnlich…“, sagte Bruce. “Normalerweise kommen die Delfine hier nicht so nah an den Strand.

“Vielleicht will er sich ja von mir verabschieden.” Das war ein Gedanke, den ich (Mona) sehr mochte, auch wenn er gleichzeitig natürlich sehr unwahrscheinlich war. 😀

Neben den tierischen Erlebnissen hatten wir auch noch eine ganze Menge menschlicher Erlebnisse. Denn wir sahen nicht nur Bruces Familie zu mehreren Abendessen wieder, sondern Bruce hatten auch noch ein “nacktes Barbecue” mit einer in Australien lebenden Nudistin aus Deutschland geplant, das wegen kühlen Wetters dann aber doch zu einem normalen Barbecue wurde (also mit Kleidung). 

Wiedersehen und Abschiede in Südaustralien – Adelaide Hills

Außerdem statteten wir unseren Freunden in den Adelaide Hills noch einen Besuch ab. Zuerst der christlichen Familie, bei der wir Mitte 2020 knapp 3 Monate Bushfire Recovery Volunteer Work verrichtet hatten.

Das Wiedersehen war sehr herzlich und die Familie hatte viel für den Tag geplant: Wir starteten mit einem Besuch im Tierpark, dann gab es deutsches Brot nach Marcels Rezept zum Mittagessen, einen kompletten Shooting-Nachmittag für Marcel (mit Feuerwaffen und Katapult) & eine Menge neuer Tierbabys für Mona, ein Workout mit den Jungs der Familie am Abend und ein gigantisches Abendessen danach. 

Wir übernachteten auch dort auf der Farm, weil wir am nächsten Tag noch zwei weitere Besuche in der Gegend auf dem Plan hatten. 

Zuerst besuchten wir die beiden Turteltauben Elsa & Jack , die uns Ende 2020 nach Kangaroo Island eingeladen hatten, weil wir ihnen beim Renovieren ihres Antiquitätenladens geholfen hatten. 

Wir besuchten die beiden in dem Antiquitätenladen in Woodside und unterhielten uns gute 2 Stunden über alles mögliche. Der Antiquitätenladen ist mittlerweile fertig und sieht wirklich super aus! Er läuft auch gut und die beiden sind sehr zufrieden mit den Entwicklungen in ihren Leben. Es war ein schönes Wiedersehen! 

Danach besuchten wir noch eine Familie, die in dem Buschfeuer Ende 2019 alles verloren hatte. Mittlerweile haben sie eine große Scheune auf ihrem Grundstück stehen, in der sie momentan leben, während die Bauarbeiten an ihrem neuen Haus auf Hochtouren laufen. Außerdem haben sie eine kleine Tochter bekommen, deren Name “Phoenix” ist – sehr symbolisch und wirklich passend, wie wir finden. 

Es war wirklich toll, all diese Menschen wieder zu treffen und ihre Entwicklungen zu sehen, aber auf der anderen Seite was es manchmal seltsam. Wir kamen, sagten Hallo, unterhielten uns für eine Weile und mussten dann direkt schon wieder Tschüss sagen… Vielleicht / Hoffentlich eher ein “Auf Wiedersehen!” als ein “Lebwohl!”

Organisatorische Hürden

Ja und außer diverser Widersehen und Verabschiedungen gibt es noch so einige organisatorische Hürden für uns zu erledigen, bevor wir zurückfliegen können. 

Dazu zählen u.A.: 

  • Flüge buchen & PCR-Test-Timing abklären (gar nicht so einfach!)
  • Auto verkaufen
  • Extra Gepäck aus dem Auto verschenken & das Packen unserer Rucksäcke planen
  • Internationale Impfbestätigung beantragen und erhalten
  • Geld vom australischen Bankkonto nach Deutschland überweisen 
  • Australisches Bankkonto auflösen

Manche dieser To-Dos gehen schneller & leichter als erwartet (z.B. das Bankkonto auflösen, Auto verkaufen), andere dagegen entpuppen sich als echte Nervensägen (z.B. die internationale Impfbestätigung beantragen und erhalten, PCR-Test-Timing klären).

Bye Bye Auto!

Letztendlich muss aber alles gemacht werden und diese letzten 3 Wochen bei unserem Ozzie Dad reichen dafür auch ganz gut aus. 

Jetzt sind wir quasi bald ready to go und müssen nur noch auf unseren Rückflug warten.

Manchmal sind wir uns nicht sicher, ob wir uns auf Deutschland freuen sollen, oder nicht. Denn natürlich freuen wir uns auf all die Wiedersehen und ein vernünftiges (weißes) Weihnachten, aber auf der anderen Seite wütet in Europa ja gerade Corona und wir vermuten, dass es bis zu einem nationalen Lockdown nicht mehr lange dauern wird… :/ Außerdem ist es ein sehr komisches Gefühl, direkt aus dem warmen, sommerlichen Australien, in ein kaltes & dunkles Deutschland zu fliegen – Corona hin oder her. 

Naja, die Daumen sind gedrückt und die Vorfreude mal groß und mal eher klein. Hauptsache, wie dürfen euch alle wiedersehen! 

Also… das war unser letzter Beitrag aus Australien. Bis bald in Deutschland! 

Ein Gedanke zu „Wiedersehen & Abschiede in Südaustralien – Das Ende einer Reise

  1. Hallo liebe Mona, lieber Marcel,
    jetzt sind es noch ca. 72 Stunden bis wir uns endlich wiedersehen können und ich freue mich tierisch darauf!
    Das hier ist ein schönes “Schlusswort” der Berichte. Die australische Flagge erwartet euch bei mir zu Hause! 🙂
    Bis Samstagg dann und noch ein paar “ruhige” und schöne Tage bei Bruce und Buddy.
    Papa

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