South Australia

Zurück zu Buddy und Bruce!

Marcel mit Hund Buddy im Bett.

Nachdem wir noch kurz den Beitrag über das bedingungslose Grundeinkommen eingeschoben haben, folgt jetzt -etwas verspätet- ein Beitrag über den Werdegang unserer Working Holidays in Australien. Wir sind nämlich wieder zurück bei Buddy und Bruce!

Nach einem sehr romantischen Valentinstag in Parilla, an dem wir uns herzförmige Ofenkartoffeln à la Bruce machten, dauerte es nicht mehr lange, bis unsere Zeit am Fließband zu Ende ging und wir ein neues Kapitel unserer Reise begannen. Zurück zu Buddy und Bruce! Endlich!


Kleiner Rezept-Einschub: Ofenkartoffeln à la Bruce

Kartoffeln  waschen, schälen und mit vielen tiefen Schnitten einschneiden, sodass die Kartoffel fast schon “aufblättert”. Dann wie normale Ofenkartoffeln zubereiten (für ca. 50 Minuten bei 180°C im Backofen backen). Kartoffeln mit Käse übersteuen und nochmal für 5 Minuten im Backofen überbacken.

Klappt mit Herzchen-Kartoffeln genauso gut wie mit normalen Kartoffeln. Woher die herzchenförmigen Kartoffeln kommen, bleibt allerdings ein Geheimnis…  😀

Für uns hieß ein paar Tage nach dem Herzchen-Kartoffeln-Valentinstag “Goodbye Fließband” und “Hello Weintrauben”! Wir fuhren zweieinhalb Stunden zurück zu Bruce nach Adelaide und wurden hier herzlich von unserem “Ozzie Dad” Bruce und unserem “Ozzie Dog” Buddy aufgenommen.

Was war da nochmal mit Mildura…?

Hoffentlich seid ihr gerade nicht zu verwirrt, denn wir hatten ja erst was vom Weintrauben-Pflücken in Mildura erzählt. Jetzt pflücken wir zwar Weintrauben, aber nicht in Mildura, sondern in der Nähe von Adelaide – genauer: im McLaren Vale. Das liegt daran, dass Bruce uns angeboten hat, so lange, wie wir wollen, bei ihm zu bleiben. Kurzerhand haben wir Mildura also abgesagt und uns für das McLaren Vale entschieden. Während wir hier arbeiten, können wir also ganz entspannt bei Buddy und Bruce wohnen!

Zwischen Kartoffelfarm und Weintrauben im McLaren Vale hatten wir noch zwei freie Tage. Genug Zeit, um uns endlich mal das “deutsche Örtchen” Hahndorf anzuschauen.

Hahndorf – Australiens älteste, deutsche Siedlung

Der Ort Hahndorf wurde von deutschen Siedlern aus den preußischen Ostgebieten gegründet, die Anfang des im 19. Jahrhunderts nach Australien ausgewandert sind.

Heute ist Hahndorf eine der ältesten deutschen Siedlungen Australiens und zählt mit seinem erhaltenen “deutschen Erben” zu einer der wichtigsten Touristenattraktionen der Adelaide Hills.

Wie deutsch ist Hahndorf?
Was ist für Australier “typisch deutsch”?

Das wollten wir wissen und hatten Hahndorf schon seit längerem auf dem Schirm als Ausflugsziel. Tja und die Antwort… ? Schaut euch die Bilder an und seht selbst.


Kirche, Fachwerk-Häuschen, Mühle, Brauhäuser, Wurststände, Bäckereien, das “Detmold-Haus” und deutsche Worte in Restaurant-Namen (Katze of Hahndorf)… ok, verstehen wir. Aber ein im Boden steckender Cowboy? Ist das deutsch?

Wir haben auf Instagram eine Umfrage erstellt: Ist der Mann im Boden typisch deutsch? Die Antwort hat uns sehr überrascht. 73% von 45 Personen haben mit “Ja” abgestimmt. Könnt ihr uns das erklären? 😀

Außer den traditionellen Gebäuden und dem kopflosen Cowboy gibt es in Hahndorf noch viele kleine Shops mit Souvenirs (Biergläser und Lederhosen) und Oktoberfest-Musik.

Ans heutige Deutschland erinnert außerdem ein Hot-Dog-Laden, ein China-Restaurant und ein Italiener… auch typisch deutsch eben. Wir fragen uns nur, warum noch keiner hier eine Dönerbude eröffnet hat. 😀


Australischer Wein ♪♫

Vom deutschen Bier springen wir jetzt mal zum australischen Wein, denn genau der wird demnächst aus von uns gepflückten Weintrauben hergestellt. Seit gut zwei Wochen arbeiten wir jetzt gerade als Weintrauben-Pflücker im McLaren Vale. Mit einer 100-Mann starken, italienischen Mafia-Gang.

Ernsthaft!

Wir arbeiten für einen aus Italien stammenden Herrn Petrucci. Jedes Jahr heuert er ca. 100 Backpacker an – “seine Gang” –  mit denen er zur Saison-Zeit die etlichen Weintrauben-Felder im McLaren Vale leer pflückt. “Wie die Heuschrecken.“, sagt Marcel über unsere Gang.

Mit einer ellenlangen Auto-Kolonne fährt die ganze Gang von Farm zu Farm. Es gibt “Gang-Bosse”, die uns Anweisungen geben und unsere Arbeit im Auge behalten. Handgepflückte Weintrauben für hochwertigen Wein. Wir werden nach Stückrate bezahlt und konnten damit bisher nur sehr wenig Geld verdienen. Statt vielen Trauben haben wir eher Blätter und blutige Finger geerntet… aber wir werden langsam besser!

All das möchten wir euch aber nochmal ausführlich in einem eigenen Beitrag erzählen. “Ein Tag mit der italienischen Trauben-Gang in Australien”, oder so. Außerdem steht am Sonntag ein Besuch des “nackten Kabaretts” zusammen mit Buddy und Bruce an. Es wird also spannend!

Viele liebe Grüße und bis bald! ❤️

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.