Bushfire Recovery Work in Australien – Farmleben Teil 3

Mona mit Pferd in den Adelaide Hills

G’day, mate und viele GrĂŒĂŸe von der Farm. 🙂 Weiter geht es mit den ErzĂ€hlungen vom Bushfire Recovery Work in Australien, denn nach zwei Wochen gibt es wieder allerlei Neuigkeiten und Abenteuer aus dem Landleben.🐎🐐

Wir starten gleich mit der CrĂšme de la CrĂšme an Niedlichkeit: Tierbabys. Genauer gesagt: Ziegenbabys.

Diese Ziegenbabys wurden auf der Nachbar-Farm geboren und mussten die ersten paar Tage mit dem FlĂ€schchen gefĂŒttert werden, weil sich die Mutter zuerst nicht fĂŒr sie interessierte.

Gott sei Dank hat sich das nach ein paar Tagen aber geÀndert und die Kleinen können mittlerweile ganz normal bei ihrer Mutter trinken.

Mona mit Ziege wÀhrend des Bushfire Recovery Work in Australien

Außerdem hat unsere Farm jetzt auch ein neues Ziegenkind. Das kleine Ziegenkind unserer Farm kommt von der Yorke Halbinsel (ca. 3 Stunden Autofahrt von Adelaide) und wird, sobald er groß ist, die Rolle des „Billygoats“ – also des Zuchtbocks – einnehmen.

Könnt ihr erraten, welchen Namen er bekommen hat?

….Marcel! Marcel, der kleine Ziegenbock. 😀

Außerdem hat die Familie eine neue Nanny-Goat bekommen, die ordentlich Milch gibt. Das Melken ist am Anfang zwar gar nicht so einfach, aber man merkt schnell Fortschritte. Und das Ergebnis ist lecker! đŸ„›

Wusstet ihr, dass frische Ziegenmilch kein bisschen nach Ziege schmeckt oder riecht?

Ich bin ĂŒberraschenderweise großer Fan davon geworden…

 

Drohnen, Videos und AbschlĂŒsse

Ansonsten sind wir jetzt endlich mit dem AufrĂ€umen des “Revege” (so heißt das Gebiet, in dem wir gearbeitet haben) fertig.

Innerhalb von vier Wochen haben wir das komplette Areal von allen toten BĂ€umen und BĂŒschen befreit. DafĂŒr fĂ€llten wir jede Pflanze, die nicht mehr lebte und verbrannten das zersĂ€gte Holz auf großen Haufen.

Um euch einen besseren Einblick von dem Areal und unserer Arbeit geben zu können, habe ich Bob & Johnny (den Vater & 10-jĂ€hrigen Sohn) gebeten, mal mit ihrer Drohne ĂŒber das Gebiet zu fliegen und ein Video von oben zu machen.

Seht ihr all die BaumstĂŒmpfe?

Das ganze Gebiet war mal ein dichter Wald… und dann kamen wir.

Die schwarz-weißen Kreise auf dem Boden sind die Stellen, an denen wir das Holz in großen Feuern verbrannt haben.

Dem aufmerksamen Zuschauer sind vielleicht auch die herumliegenden BaumstÀmme aufgefallen. Das ist gutes Feuerholz. Denn wÀhrend wir alles unbrauchbare Holz verbrannten, hoben wir das gute Holz als Feuerholz auf.

 

Die Feuerholz-Fabrik

Denn jetzt im Winter heizt die Familie ihr komplettes Haus ĂŒber einen kleinen Holz-Ofen im Wohnzimmer. Und da Holzscheite mehrere Jahre zum Trocknen brauchen können, fĂ€ngt man besser frĂŒhzeitig mit dem Holzmachen an.

Damit kommen wir direkt zu unserer nÀchsten Aufgabe.

Wir sammelten die herumliegenden BaumstĂ€mme also ein, brachten sie zur „Holzstation“ und schnitten sie dann in Ofen-gerechte StĂŒcke.

Alles, was nach dem Schneiden noch zu dick fĂŒr den Ofen war, wurde von Marcel mit dem Holzspalter in kleine StĂŒcke gehackt. WĂ€hrend ich mich beim Holzspalten erstaunlich ungeschickt anstellte, fand Marcel diese Arbeit ĂŒberraschend einfach und spaltete die Holzscheite in Null Komma Nix fertig.

Als Bob sah, welche Mengen Holz wir gesammelt, geschnitten und gespalten hatten, lachte er nur und sagte: „Wow, that looks like a German wood factory here.“ („Das sieht hier ja aus wie in einer deutschen Holz-Fabrik“).

Die Familie hat nĂ€mlich deutsche Wurzeln und ist auch sehr stolz darauf. Wir bemĂŒhen uns deshalb umso mehr, die Erwartungen von “Made in Germany” auch erfĂŒllen zu können und gute, prĂ€zise Arbeit pĂŒnktlich (oder schneller) abzuliefern.

Das GlĂŒck der Erde liegt auf dem RĂŒcken der Pferde…

FĂŒr unsere Arbeit werden wir von der Familie auch reichlich belohnt. Zwar nicht mit Geld, aber stattdessen mit leckerem Essen und jeder Menge coolen Erfahrungen. Und so kommt es, das wir unsere Leben zur Zeit vollkommen “geldlos” und trotzdem sehr glĂŒcklich leben. “Happy as a pig in shit.“, wie Bruce so schön sagen wĂŒrde. 😀

An einem Freitagnachmittag gehen wir z.B. mit Kristiana, einer der Töchter, reiten.

Die Familie hat zwei Pferde – Tessa und Rocky. Da beide Pferde aber nicht wirklich gut trainiert sind und nicht an fremde Menschen gewöhnt sind, tasten wir uns erstmal nur langsam und vorsichtig an die Tiere heran.

Mit Karotten und ruhigem Zureden schaffen wir es schließlich, das Vertrauen der Tiere zu gewinnen und unter FĂŒhrung von Kristiana sogar ein StĂŒck entlang des GrundstĂŒckes zu reiten!

Pferde, grĂŒne Wiesen, blauer Himmel und Sonnenschein – ich bin voller GlĂŒck und Dankbarkeit und Marcel findet es (glaube ich zumindest) auch ganz schön. 😉

Fencing folgt demnĂ€chst – Bushfire Recovery Work in Australien Teil 4

Unsere neueste Aufgabe besteht darin, die ZĂ€une auf der Farm zu erneuern, denn das Buschfeuer hat viele der Zaunpfosten stark in Mitleidenschaft gezogen.

Wir wollen mit einem großen Bohrkopf vorne am Traktor Löcher in die Erde bohren und dann neue Zaunpfosten einbetonieren. Außerdem wollen wir neue Drohnen-Videos machen. 🙂

Aber da dieser Beitrag aber schon sehr lang geworden ist, heben wir uns den Fencing-Teil fĂŒr das nĂ€chste Mal auf. Also – bis zum nĂ€chsten Mal mit hoffentlich wieder jeder Menge neuen, coolen Dinge vom Bushfire Recovery Work in Australien. Bis bald! â€ïžđŸŽ

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