South Australia

Bushfire Recovery Work Nr. 2 + Shooting Day

Abgebrannte Berge in den Adelaide Hills

Good morning! ­čî║

Im letzten Beitrag hatten wir euch schon von unserer Freiwilligenarbeit zum Bushfire Recovery Work in den Adelaide Hills erz├Ąhlt. Und hier erleben wir wirlich jede Woche neue, spannende Dinge aus dem Landleben. Pilze sammeln und einlegen, Tontaubenschie├čen, Kaninchen schie├čen, Ziegen melken und eine “Back-Show” mit dem “German baker” Marcel z├Ąhlen u.a. dazu.

Die Zeit jetzt gerade ist, wie Marcel letztens feststellte, Staffel 4 unserer Reise.

Staffel Vier?”, fragte ich ihn.
“Ja.”, sagt er und erkl├Ąrt mir unsere “Reise-Staffeln”.

Staffel 1: Nepal, Indien & R├╝ckflug nach Deutschland
Staffel 2: S├╝dostasien – Von Vietnam bis Bali
Staffel 3: Wieder “im Westen”, Kreuzfahrt mit der AIDA, Darwin, Roadtrip und die Zeit in Adelaide (bis Corona)
Staffel 4: Zeit nach Corona, l├Ąuft gerade ­čśÇ

Wir sind schon gespannt, was uns in Staffel 4 alles erwarten wird. ­čÖé Eine Neuerung sind ├╝brigens Videos, die wir in diesem Beitrag eingebettet haben. Also: viel Spa├č beim Lesen und Anschauen!

Aussicht ├╝ber die “Bushfire Recovery Zone”

Einen Freitagnachmittag auf der Farm machen wir “Sightseeing”. Daf├╝r f├Ąhrt der Vater der Familie (Bob) uns mit dem Gator (das gr├╝ne Fahrzeug auf dem Bild oben) auf den Fox Peak – den h├Âchsten Berg des umliegenden Areals. Von hier oben haben wir einen fantastischen Blick ├╝ber die Adelaide Hills und k├Ânnen sogar in der Ferne das Meer erkennen.

Au├čerdem sehen wir zum ersten Mal die Auswirkungen des Buschfeuers aus der Vogelperspektive. Unglaublich, welche riesigen Fl├Ąchen im Dezember 2019 gebrannt haben m├╝ssen. Aber seht selbst. Alles, was dunkel ist, hat so stark gebrannt, dass bisher kaum Pflanzen nachgewachsen sind.

Die mittlerweile wieder gr├╝nen Fl├Ąchen waren dabei zwar auch vom Buschfeuer betroffen, aber hier konnte in den letzten 6 Monaten zumindest schon wieder Gras nachwachsen und die B├Ąume sind nur teilweise verbrannt.

Nach dem Ausflug zum Fox Peak am Freitagnachmittag geht es f├╝r uns ├╝bers Wochenende zur├╝ck zu Bruce, wo wir gutes und zuverl├Ąssiges Internet haben und das Stadtleben genie├čen, bevor es am Montag wieder zur├╝ck zum Landleben geht.

 

Der Alltag im Bushfire Recovery Work

So gehen die Wochen hier relativ schnell um. 5 Tage die Woche arbeiten wir f├╝r die Familie auf der Farm und am Wochenende fahren wir zur├╝ck zu unserem Ozzie Dad Bruce in ÔÇ×die CityÔÇť. ­čśÇ

Unsere Hauptaufgabe auf der Farm ist immer noch das B├Ąume f├Ąllen und -verbrennen. Nach 6-7 Stunden harter Arbeit sehen wir ca. so aus:

An dem Tag, an dem diese drei Bilder entstanden sind, habe ich mir w├Ąhrend der Arbeit ein St├╝ck meiner Augenbraue, meine Wimpernspitzen und einen Teil meines Ponys verbranntÔÇŽ (erkennt man auf den Bildern leider nicht so gut) ­čśÇ

 

Ein ganzes Waffenarsenal – Der “Shooting-Day”

Ein besonderer Tag f├╝r uns war der ÔÇ×Shooting DayÔÇť ÔÇô ein Tag, an dem wir fast den ganzen Tag mit Bob, dem Familienvater und Johnny, dem J├╝ngsten der Familie, das Schie├čen mit Feuerwaffen gelernt haben.

Bob ist begeisterter Sport-Sch├╝tze und hat knapp 30 verschiedene Feuerwaffen in einem Safe auf der Farm. Wir d├╝rfen drei verschiede Sorten seiner Waffen ausprobieren: Rifle (Gewehr), Shotgun (Schrotflinte) und Pistole.

Wir beginnen den Shooting-Day mit einer Rifle (22 mm) ÔÇô also einem Gewehr.

Wir schie├čen auf zwei metallene St├Ąnder, an denen mehrere ca. 8 cm gro├če Tier-Silhouetten h├Ąngen. Nach und nach stellen wir die Ziele in immer gr├Â├čer werdender Entfernung auf und beginnen schlie├člich auch damit, im Knien bzw. Stehen zu schie├čen.

Es ist gar nicht so einfach, den Lauf des Gewehres ausreichend still zu halten… und trotzdem haben wir h├Ąufiger getroffen als erwartet.

 

Dann sind die Shotguns an der Reihe…

Danach lernen wir, mit Shotguns -also Schrotflinten- zu schie├čen. Ziel sind dieses Mal Tontauben, die von einer Maschine in die Luft geschleudert werden.

Marcel findet die Shotguns klasse ÔÇô gro├č, powervoll, laut und das Zielen muss innerhalb von Millisekunden passieren.

Ich dagegen mag den starken R├╝cksto├č der Shotgun nicht und bevorzuge das ruhige und pr├Ązise Zielen mit Bobs Gewehr (rifle).

Am Ende des Tages fahren wir noch zu Bob Sportsch├╝tzen-Verein und ├╝ben uns hier im Schie├čen mit zwei verschiedenen Pistolen.

F├╝r uns war dieser Tag eine einzigartige Erfahrung und besser als jedes Gehalt, das wir h├Ątten bekommen k├Ânnen. Denn auch wenn wir keinen Lohn f├╝r unsere Arbeit als Bushfire Recovery Worker bekommen, gef├Ąllt uns die Zeit auf der Farm wirklich sehr und wir sind froh, diese Familie f├╝r unsere 88 Tage Farmwork gefunden zu haben.

Jede Woche lernen wir neue, praktische Dinge und wir sind gespannt, was die n├Ąchsten Wochen noch auf uns zu kommen wird.

Damit ganz viele liebe Gr├╝├če nach Deutschland und hoffentlich bis bald! ÔŁĄ´ŞĆ

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