Nepal

Chitwan National Park & Lumbini

Kleine Echse im Dschungel des Chitwan Nationalparks

Namaste! Wir sind weitergezogen.

Von der Kälte des Himalayas, raus aus der stickigen Luft Kathmandus und hinein in die Hitze des Dschungels: Willkommen im Chitwan National Park.

Die Anreise

Aber von vorne…

Von Kathmandu aus fuhren wir mit einem Touristen-Bus ca. 7 Stunden in den Süden Nepals. Genauer: nach Sauraha, einem kleinen Ort am Rande des Chitwan Nationalparks.

Einen Tag vorher hatten wir eine nette kleine Unterkunft – das Hotel Rhinoceros Homestay – gebucht, die uns für drei Nächte Aufenthalt umgerechnet etwa 16€ kostete.

Vom Busbahnhof in Sauraha aus mussten wir allerdings erst noch eine halbe Stunde bis zum Hotel Rhinoceros laufen. Mit unserem kompletten Gepäck, bei einer Temperatur von 32° C, praller Sonne und hoher Luftfeuchtigkeit war das erste, das wir in unserer neuen Unterkunft genossen, eine kalte Dusche (was für eine Ironie 😀 ).

Willkommen im Dschungel!

Auf den Straßen gab es nur wenige Autos, einige Roller und…. ELEFANTEN! Als uns der erste domestizierte Elefant mit Reiter direkt entgegenkam, mussten wir anhalten und diesem gigantischen, prachtvollen Tier hinterherschauen, bis er nicht mehr zu sehen war.

Außerdem machte das Hotel gleich am ersten Abend seinem Namen alle Ehre. Keine 5 m von uns entfernt wanderten kurz hintereinander zwei wilde Rhinozerosse die Straße hinunter. Wir waren beeindruckt!

Erkundung des Chitwan National Parks

Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Kanu den Fluss hinunter, der den Chitwan Nationalpark vom Ort Sauraha abgrenzt.

Der Fluss ist gleichzeitig auch Heimat für zwei Krokodilarten, von denen die eine bei großem Hunger auch gerne Menschen frisst. Während der Kanufahrt entdeckten wir tatsächlich von jeder der beiden Arten ein Exemplar im Fluss…

Die Kanus werden aus einem großen Baumstamm geschnitzt und können – trotz ihres einfachen Aussehens – bis zu zwölf Menschen auf einmal transportieren.

Während wir in der morgendlichen Atmosphäre des Dschungels den Fluss hinunter fuhren und das leise Eintauchen des Stocks ins Wasser der ganzen Situation einen fast schon meditativen Charakter verlieh, beobachteten wir viele verschiedene Vogelarten.

Nach etwa einer Stunde erreichten wir eine kleine Lichtung, an der wir ausstiegen.

Noch ein paar Sicherheits-Hinweise…

Vor der Dschungel-Wanderung bekamen wir einige Sicherheits- und Verhaltenshinweise im Falle von Begegnungen mit aggressiven Elefanten, Rhinos, Tigern oder Bären. Dann ging es los.

Wir liefen etwa drei Stunden durch Fluss- Wald- und Graslandschaften und entdeckten dabei viele Spuren von wilden Tieren, darunter frische Bären- und Tigerfußabdrücke im Sand, Kratzspuren von Tigern an Bäumen und Kot. Einen Tiger höchstpersönlich sahen wir aber leider nicht (vielleicht auch zum Glück?). Dafür entdeckten wir Affen, Hirsche, kleine & große Echsen, ein Wildschwein, wilde Hühner, viele weitere Vogelarten und Rhinzerosse beim Baden aus nächster Nähe.

Am Nachmittag bei einer Jeep-Safari konnten wir die Liste an gesehenen Tieren noch um zwei Bären, Mama & Baby Rhinozeros, wilde Pfaue und einen wunderschönen Vogel, den „Flycatcher“, ergänzen.

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Es gäbe noch so viel mehr zu erzählen, aber ich halte mich jetzt lieber kurz 😊 Nur noch zwei Dinge zu Chitwan:

1) Wir haben hier ein sehr nettes Pärchen, Daniel & Eva, aus Deutschland kennengelernt, die mit ihrem anderthalb Jahre alten Kind gerade für ein halbes Jahr auf Weltreise sind. Das lustige dabei ist, dass Eva von 80 Millionen Deutschen eine der 200 000 Menschen ist, die – wie wir – auch aus Kassel kommt. Wie klein doch die Welt ist 😀

2) Beim Baden der Arbeitselefanten im Fluss durften wir gegen ein kleines Trinkgeld mit dem Elefanten baden. Wie robust der Körper eines Elefanten ist, lernten wir, als die Elefanten-Halter plötzlich zu uns kamen und uns die Elefanten mit einem flachen, rauhen Stein (!) abschrubben und massieren ließen. So konnten wir den Tieren etwas Gutes tun (man sah richtig, wie sie das genossen 😊 ) und dafür mussten wir nicht mal bezahlen.

Fazit zum Chitwan National Park

Der Chitwan National Park und das Dörfchen Sauraha haben uns wirklich sehr gut gefallen und im Nachhinein wären wir gerne länger geblieben. Aber unsere Reise geht weiter – und zwar nach Lumbini. Nach weiteren 7 Stunden Busfahrt erreichten wir den Geburtstort Buddhas.

Und weiter nach Lumbini

Das Areal, das sehenswert ist, ist hier drei Quadratmeilen groß und in drei Teile geteilt. Man geht vom ersten Teil, dem weltlichen Teil, der auch die japanische „World Peace Pagoda“ beherbergt, über in den zweiten, monarchischen Teil.

In diesem stehen viele verschiede buddhistische Stupas, die von verschiedenen Ländern errichtet wurden (die Stupa aus Deutschland sah überraschenderweise übrigens sehr beeindruckend aus).

Nach dem königlichen Teil, in dem der Wanderer Weisheit und spirituelle Reinheit erlangen soll, gelangt man schließlich in den dritten und finalen Teil – den „Sacred Garden“. Hier steht der Mayadevi-Tempel und damit der Ort, an dem der Buddha vor über 2000 Jahren geboren wurde.

Das dreigeteilte Areal und auch die Idee dahinter haben uns gut gefallen, allerdings hapert es – finden wir – noch etwas an der Umsetzung. Viele der Stupas sind noch nicht fertig, überall wird noch gebaut und manche Bereiche sehen auch recht unordentlich aus. Außerdem hat uns die Hitze sehr zu schaffen gemacht.

Vom Lumbini nach Indien

Wir machen uns jetzt aber erstmal wieder auf den Weg… und zwar nach Indien.

Eine Gruppe sehr netter Inderinnen in Lumbini (die uns einfach so zum Picknick im Park mit ihnen einluden) und viele andere, sehr freundliche indische Touristen hier (eine Inderin schenkte mir einfach so zwei wunderschön bunte Blumen), haben uns nach vielen Warnungen vor dem Land wesentlich positiver gegenüber Indien gestimmt.

Mal sehen, ob und welche Vorurteile zutreffen werden. Erstmal müssen wir uns irgendwie von Lumbini aus nach Agra durchschlagen, denn (Nacht-) Busse oder Züge konnten wir wegen fehlender indischer Kreditkarte leider nicht im Voraus buchen. Hoffentlich klappt das alles igendwie…

Vielen Dank auf jeden Fall für alle Rückmeldungen, ganz liebe Grüße und hoffentlich bis bald! ♥

P.S: Uns ist der Reisestil gerade etwas zu teuer und zu schnell. Wir würden gerne mal wieder etwas länger an einem Ort bleiben und nicht jeden dritten Tag wieder unseren Rucksack packen müssen. Deswegen haben wir uns bei workaway.info registriert und schon eine “Arbeitsstelle” (Arbeit gegen Unterkunft und Verpflegung) in Nord-Goa gefunden. Dort werden wir voraussichtlich zwei Wochen bleiben und einer in Indien lebenden, älteren Dame aus Deutschland in Haus, Garten und mit ihren drei Hunden helfen. Wir sind gespannt…

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