South Australia

Ein Kurzurlaub auf Kangaroo Island – Teil 2

Remarkable Rocks im Flinders Chase National Park auf Kangaroo Island

Wir machen Kurzurlaub auf Kangaroo Island! Nach einer etwas turbulenteren Anreise, erreicht unsere bunte Reisegruppe am Dienstag gegen 15.00 Uhr dann doch endlich noch Kangaroo Island (KI).

Und wie versprochen enthält dieser Beitrag viele Bilder. Zur Einstimmung gibt es außerdem ein Video mit Impressionen von KI. 🙂

Unser erster Stopp nach Ankunft auf der Insel ist -wie könnte es auch anders sein- das Ferienhaus von Elsas Schwester. Es liegt keine 5 Minuten Fußweg vom Anlegehafen der Fähre entfernt und bietet mit vier Schlafzimmern auf zwei Etagen eigentlich Platz für bis zu zehn Personen.

Das beste am Haus ist allerdings, dass es nur 100 Meter vom Strand entfernt ist! Einem Strand, an dem wir eines Morgens sogar eine ganze Delfin-Schule entdecken können.

Den ersten Nachmittag nutzen wir erstmal, um in dem Haus anzukommen, einkaufen zu gehen und uns von der langen Autofahrt zu erholen.

Erst am Abend machen wir uns noch einmal kurz auf den Weg, um den Sonnenuntergang in der nahegelegenen “Pelican Lagoon” zu betrachten. 

Ein Kurzurlaub auf Kangaroo Island – Tag 1

Mittwoch, unseren einzigen vollen Tag auf der Insel, haben wir ein straffes Sightseeing-Programm. 

Wir wollen von Penneshaw, dem Ort des Ferienhauses, erst zum Seal Bay, dann zum Flinders Chase Nationalpark und auf dem Rückweg noch an verschiedenen Orten im Süden von Kangaroo Island halten.

Die ganze Insel ist ca. 150 Kilometer lang und ihre Form auf der Karte erinnert ein bisschen an eine Schildkröte.

Während der schlimmen Buschfeuer Anfang 2020 stand die Hälfte der Insel in Flammen (betroffen war vor allem der westliche Teil). Weiter unten im Beitrag haben wir dazu noch ein paar Bilder für euch.

Seal Bay – der Robbenstrand

Aber zuerst beginnen wir beginnen unseren Tag am Seal Bay, dem Robbenstrand auf Kangaroo Island. Für 16$ Eintritt (ca. 10 Euro) pro Person dürfen wir auf einem langen Holzsteg bis hinunter zum Strand laufen.

Auf dem Weg dorthin gibt es in den Sanddünen noch ein jahrzehnte-altes Walskelett zu sehen.

Dann kommt man am Rand des Strandes an und kann von dem Steg aus die Robben beobachten.

Wie dicke Würstchen liegen sie am Strand rum und sonnen sich. Ein Schlingel legt sich sogar auf die Treppe zum Steg, um sich in der Sonne zu baden. 🙂 

Flinders Chase Nationalpark

Nach dem Seal Bay geht es weiter zum Flinders Chase Nationalpark.

Mit einem stolzen Areal von 326 km² befindet sich der Flinders Chase Nationalpark ganz im Westen von Kangaroo Island. 

Dieser Teil der Insel war von den Buschfeuern Anfang des Jahres 2020 besonders stark betroffen.

Jack, der sich ziemlich gut auf Kangaroo Island auskennt, erzählt uns, dass der ganze Flinders Chase Nationalpark letztes Jahr noch aus einem dichten, mehrere Meter hohen Wald bestand.

Seht selbst, was davon übrig geblieben ist…

Nach guten 15 Minuten Fahrt durch diese wüstenartige Landschaft kommen wir am Cape Du Couedic Leuchtturm an. 

Eigentlich wollten wir hier etwas wandern gehen, aber fast alle Wanderwege sind wegen der Brandschäden geschlossen. 

Stattdessen klettert Marcel ein bisschen am Leuchtturm herum, während die anderen ihre Lunch-Pakete essen. 🙂

Dann fahren wir zum Parkplatz des nahegelegenen Admirals Arch – einem besonders imposanten Felsbogen.

Admirals Arch – Der Bogen des Admirals

Um zum Admirals Arch zu kommen, müssen wir wieder einen Holzsteg entlang wandern und ein paar Treppen hinab steigen.

Allein der Abstieg ist schon gigantisch: Es weht ein starker Wind und riesige Wellen brechen an den felsigen Klippen. Trotzdem ist es nicht kalt, denn die australische Sonne wärmt uns und lässt das ganze Meer in einem satten blau strahlen.

Ab Ende des Holzsteges angekommen, erwartet uns dann der Admirals Arch – der Bogen des Admirals.

Unter dem Admirals Arch tummeln sich viele Robben – und auch viele Robbenbabys!

Eines hat es uns ganz besonders angetan, denn es schaut ständig mit seinen großen Kulleraugen zu uns auf.

Ist das Robbenbaby nicht knuffig? 

Amy, Debby und ich sind total von der Niedlichkeit des Robbenbabys verzaubert und beobachten es mindestens eine Viertelstunde lang. Marcel schaut währenddessen staunend in die gigantischen Wellen, die an den Klippen brechen. Und Jack und Elsa?

Die beiden nutzen die Zeit, wie relativ oft auf der Reise, für sich und stehen kuschelnd etwas abseits der Gruppe. 🙂

Remarkable Rocks – Die “bemerkenswerten Steine”

Unser nächster Stopp, ebenfalls im Flinders Chase Nationalpark, sind die “Remarkable Rocks” – also die bemerkenswerten Steine.

Und bemerkenswert sind sie wirklich! Auf einem großen Felsplateau stehen mehrere, große Felsbrocken mit seltsamen Formen und Mustern.

Sie erinnern uns von ihrer Art her sehr an den Ayers Rock / Uluru im Herzen des australischen Outbacks.

Marcel konnte es natürlich mal wieder nicht lassen und musste auf die Felsen klettern. 😀

Nach den Remarkable Rocks ist es schon später Nachmittag und unsere Reisegruppe macht sich auf den Rückweg.

Wir wollen pünktlich zum Abendessen zurück in Penneshaw sein, um in dem einzigen Hotel / Pub dort essen zu gehen.

Jack hat beim Bau der Bar mitgeholfen und zeigt uns stolz die Besonderheiten. So lassen wir einen Tag mit so vielen Eindrücken richtig gemütlich und voller spannender Geschichten lustig ausklingen.

Ein Kurzurlaub auf Kangaroo Island – Tag 2

Der zweite Tag ist gleichzeitig auch unser Abreise-Tag. Denn am Abend um 19.30 Uhr geht unsere Fähre zurück aufs Festland.

Für diesen Tag stehen deshalb nur die Cliffords Honey Farm, eine Eukalyptus Farm und die Little Sahara (Kleine Sahara) auf dem Programm.

Bienen-Eiscreme auf Cliffords Honey Farm

Auf der Honey Farm probieren wir Honig-Eis (sehr lecker!), spielen mit dem Hund dort, kaufen ein paar Souvenirs und beobachten die besonderen Kangaroo Island Bienen. Diese sind besonders, weil sie absolut nicht aggressiv sind.

Und um diese spezielle, friedliche Bienen-Art zu schützen, dürfen keine Bienen und kein Honig vom Festland mit nach Kangaroo Island gebracht werden. Wieder einmal ein Indiz für Australiens ganz einzigartige und sensible Flora & Fauna…

Gestärkt mit Honig-Eiscreme kommen wir zum Highlight des Tages: die Little Sahara – die kleine Sahara.

Sandboarden in der kleinen Sahara (Little Sahara)

Jepp, kleine Sahara. Denn hier auf Kangaroo Island gibt es einen Ort nahe von Vivonne Bay, in dem mehrere große Sanddünen sind. Dieses Gebiet sieht tatsächlich aus wie eine kleine Wüste. Weit und breit nur feiner Sand und ein paar karge Büsche.

Zum Highlight wird die kleine Sahrara für uns aber erst durch den Sandboard-Verleih. Ähnlich wie beim Schlittenfahren und Snowboarden, kann man nämlich auch auf Sand surfen. Und das machen wir!

Zwei Stunden lang kämpfen wir -Marcel, Amy und ich- uns die Sandberge in der prallen Nachmittagssonne hoch und schlittern auf den Sandboards wieder runter.

Obwohl wir uns häufiger Mal überschlagen und Sand “fressen”, macht das Ganze einen riesen Spaß.

Debby hat ein verletztes Knie und filmt uns netterweise beim Sandboarden, während die beiden Turteltauben Jack und Elsa ein paar Mal auf unserem Schlitten-artigen Board die Sanddünen runterrutschen und sich dann ebenfalls zum Kuscheln in den Schatten setzen. 😀

Ein krönender Abschluss für unseren Kurzurlaub auf Kangaroo Island!

Denn dann heißt es für uns auch schon wieder: Sachen packen und auf zur Fähre. Der Urlaub ist vorbei. Wir fahren mit einem Haufen neuer und toller Erinnerungen wieder zurück zu Bruce.

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