South Australia

Farmlife Update – Von Tierbabys und Gewehren

Nahaufnahme des Lämmchens

G’day! Wir melden uns wieder mit einem kleinen Farmlife Update, denn hier gibt es eine Menge Neues. 🙂 

Nachdem wir gute anderthalb Monate lang nicht mehr auf der Farm in den Adelaide Hills gearbeitet hatten, weil wir Bruce beim Renovieren geholfen haben und im Urlaub auf Kangaroo Island waren, war das Wiedersehen mit der Farmer-Familie umso schöner.

Und erinnert ihr euch noch an Monas kleines Lämmchen, das nach Marcels Opa Franz benannt wurde? 

Farmlife Update – Das kleine Lämmchen heute

Naja, was sollen wir sagen…? Es ist groß geworden und hat sich mittlerweile gut in die Ziegenherde integriert. 🙂

Mehr dazu kommt gleich in dem Video. Aber erst wollen wir euch noch von einem anderen Neuankömmling berichten. Ein 6 Tage altes…

… Kälbchen!

Und das, obwohl es auf dieser Farm eigentlich keine Kühe gibt. Nur 4 Stiere für den Eigenbedarf an Fleisch. 

Also… was macht das kleine Kälbchen hier?

Farmerin Lynne hat zur Zeit sehr viel Ziegenmilch übrig. Deshalb dachte sie sich, dass sie sich der Milchfarm im Nachbarort ein Kälbchen abkauft und dieses mit der Ziegenmilch groß füttert. In ein paar Monaten kann es dann auf den riesigen Weiden der Farm grasen, fett werden und in ca. einem Jahr gibt es dann Rindfleisch aus eigener Aufzucht. 

Die Milchfarm im Nachbarort verkauft ihr gerne eines ihrer männlichen Kälbchen, denn die Milch ihrer Mütter ist nicht für die Kälbchen bestimmt. Die Kälbchen werden deshalb schon am zweiten Tag nach ihrer Geburt von den Mamis weggenommen.

Als wir am Dienstag auf der Farm ankommen, ist das kleine Kälbchen erst einen Tag lang dort. Es hat schlimmen Durchfall und wirkt sehr unsicher. 
Lynne füttert es zweimal täglich aus der Flasche und gibt ihm etwas Medizin gegen den Durchfall, aber ansonsten ist das kleine Tierbaby die ganze Zeit alleine.

Es liegt oder steht unter einem Wellblechdach im Stroh und jedes Mal, wenn es traurig muht, kommt keiner. 

Ich weiß nicht, ob ich da einfach übersensibel bin, aber mir bricht das das Herz. 😢 

Ich verbringe jede freie Minute mit ihm und beobachte ihn, wie er seine ganze Umgebung (und auch mich) mit seiner Nase und seinem Mund erkundet (und vor allem immer nach Milch sucht 🙂 ). Ab und zu gehe ich auch ein bisschen mit ihm durch die Wiese spazieren.

Aber seht selbst:

Sun is out – Gun is out! – Ein letzter Shooting-Day

Nach dem ganzen Baby-Text, wäre es nur unfair, nicht auch noch von Marcels Highlight zu berichten: einem letzten Shooting Day. 

Als Dankeschön für unsere Arbeit dürfen wir einen ganzen Tag lang Schießen. Erst Tontaubenschießen mit verschiedenen Schrotflinten und dann 100-Meter-Präzisionsschießen mit dem Gewehr.

Am Ende des Tages haben wir beide viele blauen Flecken an der rechten Schulter, denn der Rückstoß der Feuerwaffen ist teilweise schon recht ordentlich.

Wie geht es weiter?

Nach zwei Wochen Farmlife geht es jetzt erstmal wieder zurück zu Bruce, bevor wir in ein paar Wochen auf einer anderen Farm als Freiwillige arbeiten wollen.

Mittlerweile haben wir echt schon einige Freude hier in Adelaide & Umgebung gewonnen und viele davon haben uns schon gesagt, dass -falls wir mal nach xyz in Australien kommen- sie dort Verwandte / Freude haben, die uns gerne aufnehmen würden.  Eines fehlt den Australiern nämlich sicherlich nicht – und das ist Platz. Dieses Land ist so gigantisch weit, dass wir uns nach knapp einem Jahr immer noch nicht ganz an die Distanzen gewöhnt haben. 

Vielleicht planen wir demnächst auch nochmal einen Roadtrip. Mal sehen. Wie immer lassen wir uns ganz von der Intuition und den Gegebenheiten leiten. Dann bleibt es wenigstens spannend. 😀 

Bis zum nächsten Mal also viele liebe Grüße! ❤️

Auch die Ziegenkinder Sascha, Markus, Marie, Mona und Thunder & Lightning sind groß geworden!

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