South Australia

Farmwork Update – 88 Tage sind geschafft!

Baby-Lämmchen im Ziegenstall

Hallo! Wir melden uns wieder mit einem Farmwork Update.

Eigentlich wollten wir euch ja ein Drohnen-Video von uns beim Zäunemachen zeigen, aber irgendwie sollte das wohl nicht sein. Wichtigere Aufgaben und regnerisches Wetter haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Was wir stattdessen gemacht haben?

Viel! Und deshalb wollen wir euch in diesem Beitrag mal updaten. 🙂

Die Schäfer und die Lämmchen

Anstatt Zäune zu ziehen, bestand unsere Aufgabe am Montag darin, Schäfer zu spielen. Die komplette Herde (ca. 40 Schafe und 2 Alpakas) sollte von der einen Weide auf eine andere Weide gebracht werden.

Eigentlich sollten die Lämmchen der Herde auch noch “kupiert” werden. Das bedeutet, dass ein enger Gummi-Ring über ihren Schwanz gestülpt wird, der die Blutzufuhr in dieses Gliedmaß unterbindet.

Der Prozess ist anfangs wohl etwas unangenehm für die Lämmchen, aber nach etwa einer halben Stunde angeblich schmerzlos. Ca. 1-2 Wochen später fällt dann der lange Schwanz ab und zurück bleibt das für Schafe typische Stummel-Schwänzchen.

Der Grund für diese Verstümmelung ist zum Wohle der Schafe, denn der kurze Schwanz sorgt für bessere Hygiene. Er verhindert, dass sich Fäkalienreste sammeln und Fliegenmaden einnisten können, die schließlich zum Tod des Schafes führen würden.

Bei den männlichen Lämmchen wird außerdem noch ein Ring um die Hoden gebunden, der für ihre Kastration sorgt.

Da wir allerdings sehr viele noch sehr junge Lämmchen in der Herde hatten, entschied sich Bob, das Kupieren auf später zu verschieben. Wir brachten die Schafe also doch nur von der einen auf die andere Weide und die Lämmchen blieben vorerst verschont. 🙂 Farmwork Update: Alpaka bewacht die Schaf-Herde

Die beiden Alpakas sind übrigens die “Wächterinnen” der Schafe. Während sich Schafe nämlich nicht wirklich wehren können, können Alpakas das sehr wohl.

Sie spucken und kicken, falls sich nachts ein Fuchs der Schafherde nähert.

Die beiden Alpaka-Damen wissen außerdem genau, wo sich Mutterschafe und Lämmchen befinden: Bleibt ein Lämmchen beim Vorantreiben zurück, bleiben auch die Alpakas stehen und gehen nicht weiter, bis das Lämmchen zur Herde aufgeschlossen hat. 

Farmwork Update: Neuigkeiten aus dem Ziegenstall

Wo wir gerade schon bei Schafen und Lämmchen sind: Wie geht es eigentlich unserem kleinen, einsamen Lämmchen?

Ihm geht es prima! Er wächst und gedeiht. Außerdem hat er jetzt einen Namen:

Es heißt Franz.

Warum das? Naja, nachdem der neue Billygoat schon “Marcel” genannt wurde, dachte sich der echte Marcel, dass das kleine Lämmchen ja nach seinem Opa Franz benannt werden könnte. Farmer Bob fand den Namen toll und et voilà: Der Name war entschieden.

Das wichtigste ist aber, dass Franz auch eine Zukunft hat! Wenn alles gut läuft, darf er ein “Ramp” werden – also ein Zuchtbock. Das bedeutet, dass er seine Hoden behalten darf und nicht in ein paar Monaten zu Lammbraten verarbeitet wird. Über diese Idee freue ich mich natürlich sehr, bin auf der anderen Seite aber auch traurig vom Schicksal der meisten anderen, süßen kleinen Lämmchen erfahren zu haben.

Und tatschlich gibt es noch viel mehr Neuigkeiten aus dem Ziegenstall. Denn nicht nur Baby-Lamm Franz wächst und gedeiht dort, sondern noch 6 weitere Ziegenbabys!

In den letzten zwei Wochen haben die 3 Mutterziegen Treasure, Naola und Thalia jeweils Zwillinge bekommen.

Treasure war die erste. Sie bekam zwei Jungs, die kurz nach der Geburt sehr viel Lärm gemacht haben.

Interessante Namen für Ziegenbabys?!

Wisst ihr, welche Namen Marcel für diese beiden Zicklein aussuchte?

Sascha und Markus. Nach seinen beiden Brüdern. 😀

Ein paar Tage später bekam Naola zwei Mädchen. Marcel wollte sie nach seine Mutter und seiner Schwester “Susanne” und “Sandra” nennen, aber Farmerin Lynne hatte eine andere Idee. Sie entschied sich für “Mona” und “Marie”.

Die letzten beiden Zicklein – wieder zwei Jungs – haben noch keinen Namen. Aber seht mal, wie wuselig es jetzt im Ziegenstall zu geht:

Farmwork Update – 88 Tage: ✅ 

So… und nach so vielen Baby-Tieren kommen wir nun zum wichtigsten Teil: Wir haben jetzt unsere 88 Tage Farmarbeit zusammen!

Das bedeutet, wir können einen Antrag auf Visa-Verlängerung stellen und gegebenenfalls noch ein weiteres Jahr in Australien bleiben. 🥳🎉

Ist unsere Farmarbeit nun vorbei?

Jaein.

Ja, denn wir werden die nächsten zwei bis drei Wochen bei Bruce verbringen und ihm beim Renovieren seines Hauses helfen. Die Abstellkammer (“Junk Room”) soll auf Vordermann gebracht werden. Außerdem wollen wir Marcels Geburtstag gerne mit gutem Internet und in der Stadt verbringen.

Anfang Septemer stehen dann noch drei Tage Urlaub auf Kangaroo-Island an. Denn an drei regnerischen Tagen haben wir dem Nachbar-Farmer auf einer Baustelle geholfen und wurden als Dankeschön von der Besitzerin der Baustelle dorthin eingeladen! 😊

Und nein, die Farmarbeit ist noch nicht gaz vorbei. Nach dem Renovieren und nach den paar “Urlaubstagen” wollen wir nochmal zurück auf die Farm. Um die Familie und das Lämmchen wieder zu sehen und weil es uns dort einfach gefallen hat. Außerdem lernen wir dort ständig so viel Neues!

Wir ❤️ Landleben sozusagen. 😀

Wie immer werden wir euch hier natürlich über alles auf dem Laufenden halten und von all diesen Dingen berichten.

Damit ganz viele Grüße nach Hause! ❤️

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