Geld sparen auf Reisen – 17 exklusive Spartipps für Südostasien


Geld sparen auf Reisen? Kein Problem! Reisen muss nicht teuer sein – vor allem nicht in Südostasien!

In einem Dreivierteljahr reisen durch Südostasien sind wir im Schnitt mit 15€ pro Person und Tag für Unterkunft, Lebensmittel und Transport ausgekommen. Dabei waren wir zwar sparsam, aber nicht geizig.

Kurzes FAQ

Wie teuer ist Reisen durch Südostasien?

Das hängt natürlich stark von deinem persönlichen Reisestil ab. Aber mit etwas Wissen kannst du mit einem Budget von ca. 450€ pro Person und Monat bequem & sicher durch Südostasien reisen. In dem Preis sind Unterkünfte, Essen, Transport und Eintritte enthalten.

Wie kann ich möglichst günstig reisen?

Wissen ist Macht! Weißt du, wie das Land tickt und wo & was die Locals kaufen, kannst du sehr günstig reisen. Es ist deshalb im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert, vor dem nächsten Schritt einer Reise möglichst viele Informationen zu sammeln. Nachfolgend bekommst du eine Menge Tipps an die Hand, um möglichst günstige Unterkünfte, Essen und Transportmöglichkeiten zu finden.

In welchen Ländern funktionieren die Spartipps?

Erprobt sind sie in Nepal, Indien, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Malaysia und Indonesien. Viele der genannten Tipps und Tricks sind aber potentiell in jedem Land der Erde anwendbar. 🙂

Bevor wir anfangen kannst du mal kurz den Reisekostenrechner für Backpacker anwerfen und berechnen, wie viel deine Reise kosten würde.

Reisekostenrechner für Backpacker

Mit den nachfolgenden Tipps kannst du auf deiner Reise durch Wissen eine Menge Geld sparen und fällt in unserem Reisekostenrechner für Bacpacker auf jeden Fall in die “Budget”-Kategorie. 🙂

Also… hier sind unsere Top Tipps zum Geld sparen auf Reisen durch Südostasien in den Kategorien Transport & Touren, Unterkünfte, Essen & Trinken und Sonstiges.

Geld sparen auf Reisen – Übersicht

1. Touren & Transport
2. Unterkünfte
3. Essen & Trinken
4. Sonstiges
5. Zusammenfassung

 


1) Touren & Transport

1.1. Die Grab-App downloaden

Wie Uber, nur besser und günstiger. In der Grab-App gibst du dein Start- und Endziel an (Achtung: am besten nochmal auf der Karte die Richtigkeit der Standorte überprüfen!), siehst den Preis und findest innerhalb kürzester Zeit einen Fahrer. Du kannst die Fahrt mit Kreditkarte bezahlen, Sichherheitsnachrichten an deine Verwandten/Freunde einrichten und den Fahrer bewerten.

Hat bei uns in Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien (außer Bali!) immer einwandfrei und blitzschnell funktioniert. Über Grab konnten wir für wenig Geld (meistens unter 5€ für etwa 20 Minuten Fahrt) von A nach B kommen und haben uns das Suchen von (oft deulich teureren) Taxi-Fahrten und das Verhandeln mit den Taxi-Fahrern sparen können.

1.2. Lokale Busse & Züge (online) buchen

Buche nicht blindlings die Transportmöglichkeiten, die dir von deiner Unterkunft / Touristen-Informationen angeboten werden.

Informiere dich für Langstrecken am besten im Internet und schau, wie viel die Busse / Züge dort kosten. In Indien sind die Züge z.B. sehr günstig (Tipps für Zugbuchungen in Indien), in Vietnam bekommt man dagegen Nachtbusse für unter 20€ pro Fahrt. Je weniger Zwischenhändler, desto weniger Provisionsaufschlag kommt auf den Preis für die Fahrt – logisch.

Für Kurzstrecken lohnt es sich in Südostasien oft, die öffentlichen Verkehrsmittel (Lokalbusse / -bahnen) zu nehmen, die sind hier nämlich wirklich spottbillig. Einfach über GoogleMaps nachschauen, oder zur Bushaltestelle laufen und Einheimische fragen. Achtung: Bei Fahrten mit Lokalbussen unbedingt genügend Zeit einplanen. Meistens dauert das Busfahren eine ganze Weile bis zum Ziel, gibt dafür aber auch Einblicke in das Alltagsleben der Einheimischen.

1.3. Trampen

Ist natürlich Typsache und kann am Anfang viel Überwindung kosten, ist aber neben Laufen die günstigste Methode um von A nach B zu kommen. 🙂 Außerdem entstehen dabei oft nette Konversationen mit Einheimischen.

1.4. Keine Touren buchen (Komfort vs. Preis / Abenteuer)

Ähnlich wie unter Punkt 1.2.: buche nicht blindlings die von Agenturen abgebotenen Touristen-Touren. Oft sind diese unnötig teuer und völlig überlaufen. Informiere dich vorher im Internet / bei Einheimischen und probiere im Zweifelsfall, die Dinge auf eigene Faust zu entdecken. Einfach einen Bus oder ein GrabCar zur Sehenswürdigkeit buchen und den Eintritt vor Ort bezahlen. So kann man auf Reisen Geld sparen, den Touristenmassen ausweichen und tauscht Komfort gegen Abenteuer.

Den Vulkan Bromo hatten wir z.B. für weniger als 5€ pro Person zum Sonnenuntergang ganz für uns allein… und das nur, weil wir keine Tour gebucht haben (mehr Infos hier).

 


2) Unterkünfte

2.1. Über Agoda buchen

Die Online-Hotelbuchungsplattform agoda ist in Asien weiter verbreitet als Booking.com. Nach fünf Buchungen innerhalb der letzten 24 Monate und geringer Stornierungs-Quote wirst du außerdem automatisch zum Agoda VIP. Dadurch bekommst du extra Sonderangebote und kannst auch durch die Verwendung von Agoda-Münzen nochmal an den Hotelpreisen sparen. Das nicht zu nutzen, wäre verschenktes Geld. 🙂

2.2. Unterkunft & Verpflegung gegen Arbeit – Workaway.info

Bei Workaway.info* findest du überall auf der Welt Unterkunft und Verpflegung gegen 25 Stunden Arbeit pro Woche. Das ist nicht nur ideal für die Reisekasse, sondern auch für das Abenteurer-Herz. Großartige Menschen kennenlernen, an den Aufgaben wachsen, Neues lernen, ins „echte“ Leben des Reiselandes eintauchen – Workaway ist brillant. Einziger Haken: die Anmeldung bei der Plattform ist mit 44 US-Dollar, also etwa 40€ pro Jahr (Stand: 11/2019) nicht ganz günstig, lohnt sich aber bei längeren Reisen auf jeden Fall. Wir können Workaway aus eigener Erfahrung in Indien und Thailand nur sehr empfehlen.

2.3. Je langsamer dein Reisetempo, desto günstiger der Tagesschnitt!

Gilt nicht nur für die Unterkünfte, sondern generell. Je länger du an einem Ort bleibst, desto günstiger werden deine Tagesausgaben pro Tag. Warum? Weil du in der Zeit an einem Ort keine hohen Transport-, Visums- und Eintrittskosten hast und weil du lernst, an welchen Stellen es gutes und günstiges Essen etc. gibt (oder ggf. sogar selber kochen kannst). Außerdem geben viele Gastgeber bei AirBnB** Rabatte für Langzeit-Aufenthalte (wir waren z.B. dank Langzeit-Rabatt für unter 10€ pro Nacht für zwei Wochen in einer gigantischen AirBnB-Unterkunft nahe Kuala Lumpur)!

2.4. Kostenlos übernachten über Couchsurfing

Über Couchsurfing ganz kostenlos und ohne zu arbeiten bei Einheimischen zu übernachten, haben wir selber bisher noch nicht ausprobiert, haben aber von mehreren Bekannten schon viel Gutes darüber gehört. Ist vor allem für Kurzzeit-Aufenthalte in Großstädten ein Top-Tipp zum Geld sparen auf Reisen.  Wir wollen Couchsurfing demnächst auch mal testen und berichten euch dann gerne von unseren Erfahrungen.

Nachtrag: Mittlerweile haben wir Couchsurfing in Australien ausprobiert und es funktioniert wirklich super. Man übernachtet ganz kostenlos und lernt tolle Leute kennen!

 


3) Essen & Trinken

3.1. Beim Einkaufen: Lokale Märkte vor Supermarkt!

In Europa kaufen wir unsere Lebensmittel gewöhnlich im Supermarkt. Das ist in Asien aber oft unnötig teuer. Wenn du Bananen, Reis oder Nudeln kaufen willst, geh dorthin, wo die Locals hingehen: auf den Markt. Die Einheimischen kaufen zwar meist morgens in der Frühe ein, aber auch mittags findet man oft noch Gutes… und zwar eine ganze Ecke günstiger und mit weniger Plastikverpackung als im Supermarkt.

3.2. Essen gehen? Schau, wo viele Locals sitzen.

Ähnlich wie der erste Tipp. Als Tourist in Touristengegenden bezahlt man oft den doppelt und dreifachen Preis.  Suche nach kleinen Restaurants und Essens-Ständen, wo auch viele Einheimische sind und essen. In Vietnam konnten wie z.B. folgenden Merkspruch feststellen: Je kleiner der Stuhl, desto kleiner der Preis! 🪑😄

Am Anfang hat es etwas Überwindung gekostet, sich auf ein kleines Plastik-Stühlchen am Straßenrand zu setzen und Essen zu bestellen. Wie es mit der Hygiene bei Straßenessen ist? Das lässt sich pauschal natürlich nicht beantworten. Sieh dir alles an und hör auf dein Bauchgefühl. Bei uns ist bisher immer gut gegangen und wir haben gutes Essen für wenig Geld bekommen, ohne krank zu werden. Highlight war eine Nudelsuppe an einem vietnamesischen Straßenstand für 10 Cent pro Teller… und wir durften uns die Suppe gratis mit Limettensaft aus frisch gepressten Limetten verfeinern. Das beste Essen der gesamten Reise!

3.3. Frage nach (heißem) Trinkwasser / Fülle nach

Viele Unterkünfte haben Wasserfilter-Systeme in der Küche oder große Trinkwasser-Kanister, von denen sie dir auf Nachfrage gerne etwas abgeben. Auch wenn das Bewusstsein für Plastikmüll-Vermeidung in Asien grade noch in den Kinderschuhen steckt, es ist doch vorhanden und viele Hoteliers freuen sich, wenn du „refillst“ anstatt „landfillst“. Guter Nebeneffekt: du sparst dir das Geld für Flaschenwasser. 🙂

Außerdem haben wir fast überall (selbst auf Trekking-Tour in über 3500 Metern Höhe) auf Nachfrage etwas heißes Wasser in der Küche bekommen. Mit Instant-Kaffeepulver, Haferflocken und/oder dünnen Nudeln kann man sich damit ganz schnell und günstig selber Lebensmittel zubereiten.

3.4. Probiere dich in “Intermittierendem Fasten”

Klingt anfangs vielleicht nicht nach dem schlauesten Spar-Tipp und das Geld sparen auf Reisen ist hier tatsächlich nur ein positiver Nebeneffekt, aber wir sind davon wirklich begeistert. Nach einem Video von Logical Lemon haben wir ausprobiert, nur innerhalb von 8 Stunden am Tag zu essen und die restlichen 16 Stunden zu fasten. Marcel lässt das Frühstück weg, Mona das Abendbrot. Mittags gehen wir zusammen irgendwo essen. Uns tut es sehr gut und wir sparen jeder eine Mahlzeit.

 


4) Sonstiges

4.1. Besorge dir eine lokale SIM-Karte

Die lokalen SIM-Karten sind in Südostasien nicht teuer und sparen dir langfristig eine Menge Geld und Probleme. Du bekommst sie meist an Bahnhöfen, oder in kleinen Kiosken. Frage dich am besten einfach bei den Locals durch. 🙂 Natürlich gibt es SIM-Karten auch an Flughäfen, allerdings bezahlst du hier oft Aufschlag.

4.2. Gute Vorbereitung ist das A und O.

Hast du das richtige Equipment dabei? Hast du dich vor Buchungen von Unterkünften, Zügen und Sightseeing-Touren gut informiert? Prima! Denn durch Wissen spart sich das meiste Geld. Mit deiner lokalen SIM-Karte kannst du lange Wartezeiten an Bahnhöfen etc. gut nutzen, um schon mal den nächsten und übernächsten Schritt deiner Reise grob durchzugehen.

Wie viel ist 1€ in der Landeswährung? Wie weit ist das Hotel entfernt? Wie hoch sind die Eintrittsgebühren? Gibt es Kombi-Angebote?

Kennst du die Preisvorstellungen der Einheimischen, kannst du bei überteuerten Angeboten auch prima feilschen. Oft kannst du den erstgenannten Preis damit noch einmal drastisch reduzieren. Aber bleibe dabei bitte immer respektvoll und denke daran, dass die Verkäufer auch ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.

Ärgere dich auch nicht, wenn du hinterher feststellst, wie es besser / schöner / günstiger gegangen wäre. Das gehört zum Reisen dazu und einige Dinge kann man nicht wissen, bevor man sie gemacht hat.

4.3. Frage die Richtigen, um GUTE Informationen zu bekommen

Wie schon im vorherigen Punkt gilt: Wissen ist Gold wert. Oder Euros. Wie komme ich von hier nach xyz? Welche Tour ist die schönste? Gibt es Alternativen? Unterwegs ist man überall neu und muss sich informieren, um Ausflüge zu planen und die Weiterreise zu organisieren.

Frage dafür unbedingt Leute, die nichts an dir verdienen können!

Hol dir im Zweifelsfall lieber noch eine zweite Meinung oder Informationen im Internet. Oft gibt es z.B Taxi-Fahrer, die dir sagen, es gäbe keine Bushaltestelle in der Nähe. Oder Hoteliers, die dir erzählen, dass alle anderen Zimmer / Tagestouren bereits ausgebucht sind und du unbedingt die teure Variante buchen sollst. Sei skeptisch. Meistens stimmt das nicht und es gibt billigere (und bessere) Alternativen.

4.4. Ich kenn’ da jemanden, der kommt von dort!

Höre dich am besten schon vor deiner Reise um, ob du Bekannte hast, die Leute vor Ort kennen. Vorher ein paar Kontakte zu haben gibt dir zum einen ein Gefühl von Sicherheit und kann zum anderen tolle, neue Freundschaften entstehen lassen. Im besten Fall findest du so sogar eine günstige oder kostenlose Unterkunft für ein paar Tage. Und an all die Introvertierten… keine Sorge! Uns ist es am Anfang auch schwer gefallen, mit anderen Leuten in Interaktion zu gehen – man muss sich einfach nur einen Ruck geben und es machen! Im schlimmsten Fall ist man um eine Erfahrung reicher. 😉

4.5. Tritt Social-Media-Gruppen bei!

Vielleicht einer der genialsten Tipps. Über z.B. Facebook-Gruppen wie Thailand Backpackers oder Backpacker Südostasien etc. gibt es viele gute Insider-Tpps, Angebote und nette Menschen, mit denen man sich austauschen kann. Je flexibler man in seiner Reiseplanung ist, desto mehr kann man sich von den Inhalten solcher Gruppen inspirieren lassen und durch gute Gelegenheiten eine Menge Geld für Transport & Aktivitäten sparen.

"Idee" Post-It an einer Pinnwand


Zusammenfassung

 

  1. Touren & Transport
    1. Benutze die Grab-App
    2. Buche lokale Busse & Züge (online)
    3. Probiere dich im Trampen
    4. Erkunde auf eigene Faust (reduziere “Komplett-Touren”)

  2. Unterkünfte
    1. Nutze die Rabattaktionen von Agoda
    2. Durchstöbere die Angebote von Workaway.info  und schau, ob du einen netten “Arbeitsplatz” findest
    3. Reise so langsam, wie möglich
    4. Übernachte kostenlos mit Couchsurfing

  3. Essen & Trinken
    1. Besuche lokale Märkte (am besten morgens)
    2. Hunger? Gehe dort essen, wo viele Locals sitzen
    3. Frage in deiner Unterkunft nach Trinkwasser / heißem Wasser
    4. Probiere dich in intermittierendem Fasten

  4. Sonstiges
    1. Besorge dir eine lokale SIM-Karte
    2. Informiere dich vorher gut, feilsche gegebenenfalls
    3. Frage die richtigen Leute (die nichts an dir verdienen können)
    4. Nutze den “Bekannter-von-Bekannten-Effekt” 🙂
    5. Tritt Social-Media-Gruppen bei

 

Mit diesen Tipps bist du gut gerüstet, um unterwegs ganz ohne große Mühen und Verzicht auf deiner Reise Geld sparen zu können. Hoffentlich hast du eine tolle Reise und kannst das gesparte Geld an anderen Stellen (tolle Erlebnisse, gutes Essen / Trinken, Trinkgeld für gute Leistung) sinnvoller ausgeben. 🙂

Falls du noch weitere Tipps für Backpacking-Reisen haben möchtest, findest du hier unsere Must Have Travel Tools für Backpacking-Reisende. Außerdem haben wir hier Möglichkeiten aufgelistet, wie man unterwegs online Geld verdienen kann. Und falls du noch mehrTipps hast, wie man auf Reisen Geld sparen kann, lass und diese gerne in den Kommentaren wissen. Wir sind noch unterwegs und für jeden Hinweis sehr dankbar. 👍

Panoramablick über verschneite Berge.

 

* Workaway-Freunde-Link. Wenn du dich über diesen Link bei Workaway registrierst, wird unserere Mitgliedschaft dort verlängert.

** AirBnB-Freunde-Link. Für alle, die sich neu bei der Plattform AirBnb registrieren und uns dabei unterstützen möchten. Ihr bekommt Rabatt auf eure nächste AirBnB-Buchung und wir auch. 🙂

Hier geht es zu unseren Tipps zu Human Design.

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Hier geht es zu dem Beitrag über “Email-Listen”.