Victoria

3 Tage Great Ocean Road und Sightseeing in Melbourne

Die zw├Âlf Apostel bei der Great Ocean Road

G’day! Wir haben das Gest├╝t in Bessiebelle verlassen und sind wieder auf dem Weg: Wir fahren 2 Tage entlang der Great Ocean Road und verbringen danach einen Tag in der Millionen-Metropole Melbourne.

Abschied aus Bessiebelle

Nachdem Marcel am Vorabend noch geholfen hat, ein K├Ąlbchen auf die Welt zu holen, verabschieden wir uns nach dieser letzten, typischen Farm-Erfahrung aus Bessiebelle. 

Ein letzter Blick am Morgen auf die Pferde, K├╝he und das neue K├Ąlbchen (das jetzt ├╝brigens den Namen “Marcel” tr├Ągt), dann steigen wir in unser vollgepacktes Auto, bedanken uns bei Jenny f├╝r die sch├Âne Zeit und fahren los.

Auf zu neuen Abenteuern! ­čÖé

Die Great Ocean Road

Die Great Ocean Road startet ein bisschen hinter dem Ort Warrnambool, ca. 40 Minuten Fahrt von Bessiebelle entfernt.

Auf dieser (westlichen) Seite beginnt die Great Ocean Road mit einem Schild auf der linken Stra├čenseite. Ganz generell ist die Strecke und alle Sehensw├╝rdigkeiten am Wegesrand sehr gut ausgeschildert. Man kann sich auch quasi nicht verfahren, denn es gibt nur eine Stra├če entlang der K├╝ste.

Leider ist uns das Wetter dieses Mal nicht besonders hold und wir haben bew├Âlkten Himmel mit gelegentlichem Regen

Trotz schlechten Wetters staunen wir nicht schlecht, als wir das erste Mal an einem Parkplatz am Stra├čenrand halten und die steilen, felsigen Klippen der K├╝ste sehen. 

Es gibt so viele Stopps mit tollen Aussichten entlang dieses St├╝ckchens der Great Ocean Road, dass wir schon fast keine Lust mehr haben, bei jeder Gelegenheit zu halten und zu schauen.

Trotzdem gibt es immer mal wieder einige Orte, die uns besonders beeindrucken. 

So z.B. der Stopp “The Grotto” mit einer kleinen Grotte, in die man hinabsteigen kann und einen tollen Blick aufs Meer hat, oder auch der Stopp “Loch Ard Gorge”, mit einem tollen Strand und einer geheimnisvollen H├Âhle. 

Die 12 Apostel der Great Ocean Road

Und dann gibt es nat├╝rlich noch den wohl bekanntesten Stopp entlang der Great Ocean Road: Die 12 Apostel.

Die 12 Apostel, die eigentlich keine 12 Apostel sind.

Denn es sind Kalksteins├Ąulen, die vor der K├╝ste aus dem Wasser ragen. Und mittlerweile sind es nicht mal mehr zw├Âlf, sondern eher 5… oder so. 

Im Vergleich zu den anderen Stopps ist der Parkplatz bei den zw├Âlf Aposteln voll. Vielleicht liegt das daran, dass wir an einem Feiertag-Montag dort sind und viele Australier an diesem Tag Zeit haben, um sich einen ihrer Top-Sightseeing Spots anzuschauen.

Wie auch immer, wir bewundern die steilen Klippen, versuchen, die Kalksteins├Ąulen zu z├Ąhlen (was kniffelig ist, weil man nicht wei├č, was dazugeh├Ârt und was nicht), machen ein paar Fotos und laufen wieder zur├╝ck zum Auto. 

Bei Nieselregen macht Sightseeing nicht so viel Spa├č… :/ 

Eine Nacht im Otway Nationalpark

Die Nacht verbringen wir auf einem kostenlosen Campingplatz mitten im Otway Nationalpark.

Warum Campingplatz?

Weil es in Victoria nicht legal ist, einfach irgendwo in seinem Auto zu schlafen. Und wir wollen keine 100 Dollar (oder mehr) f├╝r eine Nacht in einem Hotel / Hostel / AirBnB-Apartment zahlen.

Dieser “kostenlose Campingplatz”, der in der App Campermate markiert ist, scheint irgendwo im Dschungel zu liegen. Mitten im Dschungel. Und um dorthin zu kommen, m├╝ssen wir Dirt Road fahren. Mit unserem kleinen Auto…

Wir folgen einer schmalen, unbefestigten Stra├če zur D├Ąmmerungszeit immer tiefer und tiefer in den dichten Dschungel hinein. 

Der Campingplatz ist nicht ausgeschildert. Alles, was wir haben, ist Google Maps und die oben genannte App, die uns sagt, dass dieser kostenlose Campingplatz existiert.

Links und rechts von uns f├╝hrt gelegentlich mal eine Stra├če ab, die ausschlie├člich f├╝r Fahrzeuge mit Allradantrieb geeignet ist. Immer wieder fragen wir uns “Wie sind wir hier blo├č gelandet?!?” 

Gerade noch am Meer und pl├Âtzlich im Regenwald.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde Fahrt durch das Dickicht erreichen wir den kostenlosen Campingplatz. Wirklich… irgendwo im Nirgendwo. Er existiert!

Handyempfang haben wir aber keinen. Und leicht regnen tut es auch.

Trotz der abgelegenen Lage ist tats├Ąchlich noch ein anderes Auto dort. Ein Gel├Ąndewagen. Und sein Besitzer ist ein Mann Ende vierzig, der nicht besonders gespr├Ąchig zu sein scheint.

Wir beschlie├čen, erstmal ein wenig die Umgebung zu erkunden, bevor wir unser Auto bettfertig machen.

Und diese Erkundungstour lohnt sich! Keine 300 Meter von unserem Auto entfernt, mitten von sattgr├╝nen B├Ąumen umgeben, ist einer der sch├Ânsten Dschungelfl├╝sse, den wir je gesehen haben (leider hatten wir in dem Moment keine Kamera dabei).

Wir stehen eine Weile dort und lassen die unerwarteten Eindrücke auf uns wirken. Und erst als wir merken, dass es ziemlich dunkel wird, gehen wir zurück zum Auto und machen es bettfertig. 

Das bedeutet genauer: Sitze zur├╝ck lehnen, Schlafs├Ącke ausrollen und Reisekissen bereit legen.

Dann bricht die Nacht ein und wir beide schlafen den Umst├Ąnden entsprechend gut.

Am n├Ąchsten Morgen, nachdem wir die Schotterstra├če wieder heile zur├╝ckgefahren sind, schauen wir uns noch ein paar andere Touristen-Spots im Otway-Nationalpark an und machen uns dann an die Weiterfahrt.

Die ├Âstliche H├Ąlfte der Great Ocean Road

Die Strecke ├Âstlich des Otway-Nationalparks hat nicht mehr so steile Klippen, wie die westliche Seite, sondern besitzt viele kurvige Stra├čen direkt am Meer entlang.

Es gibt hier deutlich mehr Ortschaften und viele, viele Surfer. Marcel wird etwas neidisch und hofft, dass er bald mal wieder eine Gelegenheit zum Surfen findet. ­čÖé

Am ├Âstlichen Ende der Great Ocean Road, nahe der Stadt Torquay, wartet noch der “Memorial Arch” – ein gro├čer Bogen mit Aufschrift “Great Ocean Road” ├╝ber der Stra├če. Ansonsten haben wir von dieser Seite der Great Ocean Road nicht mehr allzu viel zu berichten. 

Wir sehen zu, dass wir schnellstm├Âgliches nach Melbourne kommen. Dort haben wir uns f├╝r eine Nacht eine AirBnB-Unterkunft gebucht. 

1 Tag in Melbourne

Ja und so nutzen wir unsere AirBnB-Unterkunft in Melbourne erstmal, um nach der Nacht im Auto auszuschlafen und am n├Ąchsten Morgen frisch geduscht und hellwach ins St├Ądte-Sightseeing zu starten.

Wir laufen gute f├╝nf Stunden zu Fu├č und mit der (im Stadtkern kostenlosen) Tram durch die Innenstadt und erkunden die Geb├Ąude. 

Melbourne scheint zwar eigentlich eine ganz interessante Stadt zu sein (“Arty-Farty”, wie Bruce sagen w├╝rde), aber nach unserer Zeit in Bessiebelle und der Nacht im Dschungel trifft uns der Trubel der Millionen-Metropole ziemlich hart. So viele Autos, Ger├Ąusche, Ger├╝che und Menschen. Selbst im Stadtpark ist uns das fast alles ein bisschen viel und wir wollen eigentlich nur noch schnell wieder weg.

Nach ein paar Fotos und einem ordentlichen Mittagessen beim Vietnamesen (Yay!) beschlie├čen wir am fr├╝hen Nachmittag, die Fahrt zu unserer n├Ąchsten Unterkunft anzutreten. 

Wie es weiter geht

Unsere n├Ąchste Anlaufstelle ist wieder Freiwilligenarbeit bei einem ehemaligen Surfer, dessen Haus ca. anderthalb Stunden Fahrt s├╝d├Âstlich von Melbourne liegt.

Welche “├ťberraschung” wir hier erstmal erlebten und warum manche Dinge ganz anders wirken, wenn man erstmal die Hintergr├╝nde kennt, folgt dann wahrscheinlich im n├Ąchsten Beitrag. ­čśÇ┬á

Bis dahin gibt es noch ein kurzes Video mit den Eindr├╝cken des Roadtrips. Wir senden viele liebe Gr├╝├če!┬á

2 Gedanken zu „3 Tage Great Ocean Road und Sightseeing in Melbourne

    1. Danke f├╝r deine Nachricht, Papa. ÔÖą
      Ja, am Telefon kann man die Dinge genauer erz├Ąhlen, aber im Blog hat man alles in Struktur & mit Bildern. Hat beides seine Vorteile. ­čÖé

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