South Australia

Riesenkängurus in den Höhlen von Naracoorte und Tierbabays Teil 2

Malerei bei den Höhlen von Naracoorte

Hello! 🙂

Wir melden uns wieder in unserer dritten Woche im Wildlife Sanctuary in Bordertown.

An unserem freien Tag haben wir einen Ausflug nach Naracoorte gemacht. Dort gibt es Höhlen, in denen unglaublich viele, 500.000 Jahre alte Fossilien von australischen Tieren gefunden wurden.

Diese Tiere waren teilweise… sagen wir mal anders als heute.

Wir berichten von den Riesenkängurus in den Höhlen von Naracoorte und geben euch ein kleines Update von unserem Leben im Wildlife Sanctuary.

Die Höhlen von Naracoorte

Naracoorte ist eine ländliche Kleinstadt ca. 45 Minuten Autofahrt entfernt von Bordertown. Wahrscheinlich hätten wir nie von Naracoorte gehrt, wenn es hier nicht eine ganze Reihe an coolen Höhlen geben würde. 

Was ist so besonders an den Höhlen von Naracoorte? 

Vor 200 Millionen Jahren befand sich diese Gegend noch unter Wasser und wurde von Korallen und anderen Meerestieren geformt. Es entstand Kalkstein.

Als sich das Meer dann mit den Jahrmillionen zurückzog und die Küstenlinie 100 Kilometer weiter in den Osten wanderte, blieb der Kalkstein erhalten und wurde von Erdschichten bedeckt. Gleichzeitig höhlte das Grundwasser den Kalkstein aus und formte große Höhlen.

Jetzt kommt der Clue: An manchen Stellen brach das Wasser von oben Löcher in die Decken der Höhlen. Und mit den Jahren fielen unzählige Tiere in diese Löcher. 

Von vor ca. 500.000 Jahren bis vor ca. 200.000 Jahren (als sich die Höhlen wieder schlossen), fielen also 300.000 Jahre lang tausende an Tieren in die Höhlen und verendeten dort.

In den großen Kammern der Höhlen befinden sich deshalb trapezförmige Haufen aus Tierknochen.

Gut erhaltene Fossilien. 

Indizien für Australiens damalige Megafauna.

Naracoorte-Caves-Nationalpark

Heutzutage befindet sich an dieser Stelle der Naracoorte-Caves-Nationalpark.

Hier gibt es verschiedene Höhlen und Höhlen-Touren.

Trina aus dem Wildlife-Sanctuary hatte uns das dreistündige “Adventure Caving” empfohlen, das aber wegen Covid-19 zurzeit nicht angeboten wird, wie wir vor Ort herausfanden.

Stattdessen schlenderten wir bei angenehmen 40 Grad Außentemperatur *hust* durch die Anlagen im Nationalpark und durch die Ausstellung mit vielen animierten Tieren von Australiens damaliger Megafauna im Touristen-Zentrum.

Denn die in Naracoorte gefundenen Fossilien sind größer als die australischen Tiere heutzutage: z.B. Riesen-Koalas und Riesen-Kängurus mit plattem Gesicht.

Außerdem gab es damals wohl einen Beuteltier-Löwen. Klingt verrückt, oder?

Danach machen wir die “Victoria-Cave-Tour“.

Etwa eine Stunde lang werden in einer 17-köpfigen Gruppe durch die 20m tiefe Victoria Cave geführt.

Hier sieht man auch einen der oben beschriebenen Fossilien-Haufen. Die Forschungen daran wurden mittlerweile gestoppt, um einen Teil der Fossilien unberührt für zukünftige Methoden und Technologien und zu lassen.

Nach der Cave Tour machen wir uns auf den Rückweg und stoppen unterwegs nochmal kurz am Naracoorte Swimming Lake, einem künstlichen See… oder vielleicht eher einem öffentlichen, kostenlosem Freibad. Hier kühlen uns ab, bevor wir uns auf den Weg nach Bordertown machen.

Zwischen Parfüm, Töpferscheibe und Nähmaschine

Zurück im Wildlife Sanctuary wird uns nicht langweilig.

Trina ist eine begeisterte Hobby-Bastlerin. In ihrem “Pleasure-Room” findet man jede Menge Farben, Mosaiksteine, ätherische Düfte, eine Nähmaschine und jede Menge anderen Bastel-Kram.

Während Marcel lernt, seinen kaputten Rucksack und seine Hose zu nähen, bemale ich (Mona) kleine Ton-Figuren, presse selbstgemachte Seife in Form und erstelle meine eigenen Duft-Sprays. Alles unter Trinas Anleitung natürlich.  

Außerdem schenkt sie mir (Mona) ein tolles Reisetagebuch und eine Vegemite-Trinkflasche (Vegemite ist der Brotaufstrich, den Australier lieben und der für uns so intensiv und gut schmeckt, wie zähflüssiges Maggie).

In meiner Freizeit verfalle ich außerdem immer mal wieder in den Puzzle-Wahn und habe mittlerweile schon 4 Puzzle gepuzzelt. Wer hätte das gedacht? 😀 

Und natürlich gibt es auch jede Menge neue Projekte, an denen wir hier arbeiten (z.B. der Bau eines neuen Wombat-Yards, eines Känguru-Unterstands oder eines Känguru-sicheren Zauns für ein neues Gras-Feld). 

Die Tiere des Wildlife Sanctuaries

Auf Wunsch von Mama & Risi haben wir auch viele Tiervideos gemacht und diese in einem Video zusammengefasst. 🙂

Dürfen wir vorstellen: Noch ein neues Tierbaby-Video mit den Tieren des Wildlife-Sanctuaries. 

Zwischendurch kam auch mal eine andere Wildlife-Pflegerin zu Besuch, die ihr kleines Baby-Wallaby dabei hatte. 

Erinnert ein bisschen an ein Alien, oder?

Jaa und zwischen all diesen Tieren liebt Marcel -natürlich- die 6 Dackel des Sanctuaries am Meisten.

Zwischen 2 und 4 der Dackel schlafen sogar jede Nacht bei uns im Bett und kuscheln sich wie kleine Wärmflaschen an uns. Sehr angenehm im Hochsommer…

Damit sie ins Bett rauf und runter kommen, haben wir extra eine Dackel-Treppe vorm Bett stehen. Habt ihr sowas schonmal gesehen? 😀

Wie es weiter geht

Wir werden jetzt noch ca. 2 Wochen bis Mitte Februar hier im Wildlife Sanctuary bleiben und dann als Freiwillige auf einer kleinen Farm mit Pferden in Victoria arbeiten

Wir werden euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und beim nächsten oder übernächsten Mal dann vielleicht Pferde- statt Känguru-Bildern hochladen.

Bleibt gesund und sicher.

Viele liebe Grüße! ♥️

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