Vietnam

Hue, Da Nang und Hoi An – 3 Städte Vietnams

Hängende Hüte im Kaiserpalast von Hue

Unsere Reise geht weiter in den Süden. Letzte Woche waren jeweils zwei Nächte in den Städten Hue, Da  Nang und Hoi An. In diesem Beitrag gehen wir auf unsere Erlebnisse in jeder der drei Städte kurz ein.

Ein Bericht über die letzten drei Tage in der Bergregion Ka Don, wo wir in einem Kindergarten übernachtet haben, ist in Arbeit und wird hoffentlich auch bald folgen. 🙂

Die ehemalige Kaiserstadt Hue

In Hue haben wir nur den alten Kaiserpalast besichtigt und uns die Gebäude bzw. Gärten darin angeschaut. Die Anlagen sahen zwar schon sehr hübsch aus, aber irgendwie fanden wir all das nicht so besonders spannend. Vielleicht lag es am bewölkten Wetter, oder daran, dass uns all das an den kleinen Bruder der Verbotenen Stadt in China erinnert hat. Vielleicht sind wir mittlerweile auch einfach abgestumpft, was Sightseeing betrifft (das wäre ziemlich doof :/ ).

Das Gebiet, in dem sich unser Hostel in Hue befand, war sehr touristisch und es gab jede Menge Restaurants, Bars und Tour-Anbieter. Außerdem fanden wir hier endlich ein paar Postkarten und Briefmarken! Den Rest unserer Zeit in der ehemaligen Kaiserstadt verbrachten wir also ganz gemütlich mit Schreiben, Essen und damit, unsere Weiterreise zu organisieren.

Leuchtende Millionenstadt Da Nang (mit Freunden)

Nach der Stadt Hue mit den Relikten der Vergangenheit machen wir in zwei Stunden Busfahrt einen kleinen Ortswechsel und eine Zeitreise wieder vor ins Jahr 2019 – wir fahren nach Da Nang. Hier sind wir nochmal zu Gast bei Freunden und Verwandten von Kieu (vielen Dank!).

Zusammen gehen wir in einen katholischen Gottesdienst und sind überrascht, wie voll die Kirche ist. Fast alle Plätze sind belegt und das, obwohl der Gottesdienst jeden Tag in der Woche zweimal pro Tag – einmal morgens und einmal abends – stattfindet! Der Sonntag bildet eine Ausnahme – hier findet der Gottesdienst sogar dreimal pro Tag statt. Auch wenn wir außer “Amen” und “Maria” kein Wort verstehen, scheint der vietnamesische Gottesdienst den Gottesdiensten in Europa sehr ähnlich zu sein – nur besser besucht und mit mehr Gesang. Wir sitzen glücklicherweise ganz in der Nähe des Kirchen-Chores, der wirklich außerordentlich schön singt.

Am nächsten Tag dürfen wir uns von Van, einer Freundin, ihren Roller ausleihen und fahren damit ein bisschen durch Da Nang. Am äußersten Zipfel der Stadt finden wir noch einen Sightseeing-Hotspot: einen buddhistischen Tempel (Chua Linh Ung) mit riesiger Buddha-Statue und einer großen Gartenanlage.

Ansonsten beeindruckt uns die Millionenstadt am Meer vor allem bei Nacht. Mit ihren vielen beleuchteten Brücken, Lichterketten, bunt leuchtenden Schiffen und Häusern. Besonders beeindruckend ist die “Dragon Bridge“, die Drachen-Brücke. Jeden Samstag und Sonntag um 21 Uhr spuckt spuckt der Kopf des Drachen ca. 15 Minuten lang abwechselnd Feuer und Wasser. Zusammen mit unseren neuen Freunden schauen wir uns dieses Schauspiel an und sind von der Schönheit des leuchtenden Drachens, den dunklen Rauchwolken des Feuers und den riesigen Wassermassen verzaubert.

Historischer Handelshafen Hoi An

Und zack – nach zwei Tagen in dem leuchtenden, modernen Da Nang geht es in nur 45 Minuten Auto-Fahrt wieder zurück in die Vergangenheit – und zwar in das Vietnam von vor mehreren hundert Jahren. Der Ort Hoi An ist für seine Altstadt bekannt, die während des Vietnam-Krieges weitesgehend unversehrt blieb und als “gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens aus dem Zeitraum zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert” zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde (Informationen aus Wikipedia 😀 ).

Wir sehen hier vor allem eines: Touristen. Und Marktstände, die den Touristen Dinge verkaufen. Laternen, Kleider aus Seide, Bilder und anderen Krimskrams. Wegen des begrenzten Platzes in unseren Rucksäcken haben wir sowieso keine Chance, auch nur irgendeine Kleinigkeit mitnehmen zu können, sodass 70% der Altstadt relativ uninteressant für uns sind. Stattdessen gönnen wir uns lieber einen Bananen-Smoothie und besichtigten ein paar der alten Gebäude. Den Rest des Nachmittages verbringen wir dann am Strand.

Erst im Dunkeln kann uns der Charme der Stadt doch noch packen. Die vielen bunten Laternen überall, Kerzen auf dem Fluss und dutzende einladende Restaurants überall. Statt allerdings in einem der schicken Restaurants Abendessen zu gehen, schauen wir uns den Nachtmarkt an und Marcel probiert sich an gegrilltem Oktopus und “vietnamesischer Pizza”. 🐙

Am zweiten Tag in Hoi An leihen wir uns wieder einen Roller aus und fahren in die 25 km entfernte Tempelstadt My Son. Hier stehen die Ruinen von dutzenden Bauwerken der Cham-Kultur,  die während des Vietnamkrieges von amerikanischen Bombern noch weiter zerstört worden sind. Die riesigen Einschlagslöcher einiger der Bomben kann man hier tatsächlich auch noch an manchen Stellen im Erdboden sehen.

Weiterreise

So viel also zu den drei Städten. Dieser Beitrag ist auch schon wieder relativ lang geworden. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir gerade in einem für uns ziemlich schnellen Tempo reisen. Hoffentlich können wir bald mal wieder für längere Zeit an einem Ort bleiben. Die kommende Woche müssen wir uns allerdings noch etwas beeilen und die Grenze zu Kambodscha erreichen, bevor unser vietnamesisches Visum abläuft…

Wir halten euch auf dem Laufenden und senden viele Grüße nach Hause! 💙🌎

4 Gedanken zu „Hue, Da Nang und Hoi An – 3 Städte Vietnams

  1. Lieber Marcel, liebe Mona,
    habe gerade zusammen mit Marita Euren Blog gelesen und bin total begeistert von Euren abenteuerlichen Geschichten.
    Viele Grüße aus dem beschaulichen Grossalmerode und viel Spaß weiterhin wünscht Euch
    Ulrike Wenning

    1. Liebe Frau Wenning,
      vielen Dank für das Feedback und die Grüße! Wir freuen uns wirklich zu sehen, wer unseren Blog liest (z.B. die ehemalige Klassenlehrerin 🙂 ) – das motiviert zum Weiterschreiben.
      Wir senden Ihnen viele liebe Grüße aus Kambodscha. 😊

  2. Liebe Mona, lieber Marcel,
    ich habe ein neues Handy und damit war auch erst einmal die Adresse von eurem Blog weg, aber mit entsprechender Medienkompetenz habe ich sie nun doch gefunden!
    Eure Berichte sind fesselnd und ich bin sehr fasziniert von den exotischen Orten und den Beschreibungen dazu und verfolge sie gespannt.
    Die erste Woche mit schulischen Verpflichtungen liegt hinter uns.
    Mich hat ein grippaler Infekt am Wochenende ins Bett gezwungen. So hatte ich Zeit, mich in englische Lektüre einzulesen.
    Jetzt habe ich noch in eurem Blog gestöbert und bin begeistert von den Fotografien und Schilderungen der besuchten Orte.
    Habt weiterhin eine gute Zeit und genießt die Reise.
    Hier regnet es nach einem heftigen Gewitterschauer so vor sich hin. Für die Natur ist jeder Regenguss im Moment eine willkommene Abwechslung zu dem sehr trockenen Sommerwetter. Tückisch ist, dass morgens die Temperaturen sehr frisch sind und über den Tag ansteigen.
    Teilweise mutet die Natur schon herbstlich an, da viel Laub von den Bäumen fällt und wir aber erst Spätsommer haben.
    Mariellas Gips kam am Donnerstag ab. Sie hatte an der Ferse ein riesiges Hämatom, was eingeblutet war. Also war der Verband nicht ordnungsgemäß angelegt. Das schien, das Personal nicht sehr zu stören. In jedem Fall belastet sie ihr Bein wieder und unternimmt weiterhin ihre Laufversuche.
    Filou und sie sind ein eingeschworenes Team und sehr niedlich zusammen. Sie teilt ihr Essen mit ihm und er säubert für sie den Boden nach jeder Mahlzeit. Auch teilt sie ihm Streichelheiten und Küsschen aus. Er gibt ihr Hundeküsschen und sie ist sehr amüsiert darüber.
    Liebe Grüße auch von Vanessa und Florian:)

    1. Liebe Christiane,
      wow! Vielen Dank für deine Lagebeschreibung von zuhause und für die guten Wünsche! Von dem herbstlichen Wetter hatten Mama und Papa uns auch schon am Telefon berichtet… Es ist schon etwas erschreckend, wie die Jahreszeiten in den letzten Jahren scheinbar überall auf der Welt verrückt spielen.
      Mariella und Filou zusammen – das kann ja nur niedlich sein! Gibt es da ein paar Bilder, die ihr uns schicken könntet? 🙂
      Wir hoffen, dass es dir und Mariella bald wieder besser geht und senden ganz viele liebe Grüße auch an Vanessa, Florian und Filou. ♥

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