Nepal

Kloster Kopan & Business in Kathmandu

Schönes, buntes Wandbild in der Bäckerei in Kathmandu

Namaste! 🙏 Unseren freien Dienstag konnten wir wegen schlechter Wettervorhersage leider doch nicht bei einer Mountainbike-Tour außerhalb von Kathmandu verbringen. Stattdessen entschieden wir uns am Montagabend dazu, das buddhistische Kloster Kopan in Kathmandu zu besichtigen.

Das Kloster Kopan in Kathmandu

Das Kloster Kopan beherbergt ca. 400 buddhistische Mönche sowie etliche westliche Touristen und befindet sich auf einem Hügel in der Nähe des GATE-Colleges (für die Nepalesen ist alles unter 5000 m Höhe kein Berg, sondern nur ein Hügel).

Zusammen mit Sonem, einem Freund und Experten für Trekking-Touren, machten wir uns am Dienstag also auf den Weg nach Kopan und besuchten dort seinen Cousin, der seit 35 Jahren als Mönch in diesem Kloster lebt und lernt.

Bei strahlendem Sonnenschein gab Sonems Cousin uns eine private Führung durch die farbenfrohen Anlagen des Klosters und beantwortete uns mit einer Engelsgeduld, tiefer und ruhiger Stimme und unter ständigem Lachen alle Fragen zur buddhistishen Philosophie und Symbolik.

Besonders interessierte mich natürlich alles, was mit der Meditation und der Natur des Bewusstseins / der Seele zusammenhängt. In der Kloster-Bibliothek bekam ich das Buch “HOW TO MEDITATE – A practical Guide” von Kathleen McDonald empfohlen. Ich konnte mir dort auch direkt ein Exemplar des Buches kaufen (als vorträgliches Geburtstags-Geschenk) :).

Nach einem gemeinsamen, sehr leckeren Essen in der Kantine des Klosters, besuchten wir noch das nahegelegene Kloster der buddhistischen Nonnen. Auch hier beeindruckten uns vor allem die bunten Farben der Bauwerke und Gemälde, sowie die friedvolle Atmosphäre in der ganzen Anlage.

Beide Kloster-Anlagen stellen mit dem vielen Grün, guter Luft und einer unbeschreiblichen Ruhe einen starken Konstrast zum restlichen Teil Kathmandus dar. Glücklich und ganz gemütlich spazierten wir an diesem Abend zurück zum GATE-College.

Bäcker-Business in Kathmandu

Außer Dienstag hatten wir in den letzten Tagen leider wenig Zeit und viel Stress, da wir gerade jede Menge Erfahrungen im Unternehmer-Dasein sammeln. Dazu führten zwei Dinge, für die ich in der Erzählung etwas ausholen werden (weil meine Mama so gerne liest). Wen das aber nicht interessiert, der kann einfach zum letzten Absatz dieses Beitrages springen und dort weiterlesen ;).

Am Dienstag beim Frühstück von French Toast (das ja als gute Reste-Verwertung für alte Brotscheiben dient) kam uns die Idee, nach Rezepten für alte, süße Backwaren zu suchen. In Nepal wird scheinbar besonders viel Wert auf die Reduzierung von Lebensmittel-Verschwendung gelegt und wir glauben auch, den Grund dafür gefunden zu haben.

Harte Zeiten nach dem Erdbeben 2015…

Kurz nach dem schweren Erdbeben 2015 verhängte Indien eine Blockade gegen Nepal, woraufhin in Nepal die eh schon vorhandene Nahrungsmittelknappheit noch enorm verschärft wurde.

Da Nepal so gut wie alle Produkte importieren muss und dabei stark auf den Handelsweg über Indien angewiesen ist, gab es lange Zeit viele lebensnotwendige Dinge einfach nicht mehr zu kaufen. Selbst reiche Familien litten in dieser Zeit unter Waren-Knappheit – die Regale der Einkaufsläden waren einfach leer und man konnte nichts kaufen.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Berichte der Nepalesen über die Zeit von vor drei Jahren ähnlich klingen, wie die unserer Großeltern von der Nachkriegszeit.

Die Kassler-Brocken

Marcel probierte also ein paar Dinge aus und konnte auch ein gutes Rezept – die “Kassler Brocken”, siehe Bild links (ideal geeignet als Kaffee-Keks) – zur Weiterverarbeitung von Resten süßer Backwaren finden. D

iese Idee und die überraschende Kündigung des frisch eingestellten Managers der Backstube ließen uns plötzlich in die Verantwortung für das Funktionieren der Backstube, die Produktentwicklung, Kostenkalkulation, sowie das Marketing der neuen Produkte rücken.

Gestern hatten wir unser erstes “Kundengespräch” mit den Verantwortlichen der Kantine des HAMS-Hospitals (wo Marcel ja auch in Zahn-Behandlung ist). Auch wenn das Gespräch erst gefühlt etwas holprig verlief, ist das Hospital sowohl an unseren neuen Sandwiches als auch an den recycelten Backwaren interessiert!

Heute haben wir noch ein zweites Kundengespräch mit der Kloster-Kantine des Kopan Klosters. Egal ob es klappt oder nicht, wir können höchstens Kunden und Erfahrung gewinnen und haben nichts zu verlieren. Wir werden berichten… 😀

Help to reduce food waste: “Kassler Brocken” oder “Chocolate Mountains”

Wie es weiter geht…

Zum Schluss noch als Antwort für Oma Anni und Diana: Wir werden voraussichtlich am 23.4. eine zweiwöchige Trekking-Tour zum Mount Everest Basecamp machen und danach nochmal für 3-4 Tage zurück nach Kathmandu kommen. Anschließend würden wir gerne weiter über den Landweg nach Indien (Varanasi, Bodhgaya, Agra) reisen und auf dem Weg dorthin uns noch den Chitwan National Park und Lumbini anschauen. Ob es so kommen wird, oder nicht, können wir aber noch nicht genau sagen.

Wir bedanken uns nochmal für alle Grüße, Fragen und Rückmeldungen und senden euch viele liebe Grüße aus Kathmandu! ♥♥♥

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