Tipps und Tricks auf ReisenGedanken & GedichteSicherheit

Merkbare und sichere Passwörter in 3 Minuten

Laptop mit vielen vertikalen grünen Zeichenreihen auf dem Bildschirm in dunklem Raum.

Heute mal kein Reisebericht, sondern ein Beitrag über ein wirklich wichtiges und oft unterschätztes Thema: Sichere Passwörter. In diesem Beitrag wirst du erfahren, nach welchem “Bauplan” du dir ganz einfach super individuelle, merkbare und sichere Passwörter basteln kannst.

Das Problem mit den Standard-Passwörtern…

Wie im vorherigen Beitrag beschrieben, hatte ich in den letzten Wochen etwas Zeit und habe mich viel im Internet mit PCs und Programmieren beschäftigt. Dabei bin ich auch auf das Thema Passwortsicherheit gestoßen und hatte einige AHA-Momente

Ich habe zum Beispiel riesige Listen, die Millionen der gängigsten Passwörter von tausenden Internetnutzern aufzählen, zum kostenlosen Download gefunden.

Die Liste sieht für die Anfangsbuchstaben “nky” z.B. so aus:


nkyze_
nkypnky
nkyobeisbol2
nkymy85
nkym31108
nkyline01
nkyles
nkyjsjpb

Als Programmierer ist es mit solchen Listen einfach, eine Brute-Force-Attacke zu starten. Das bedeutet vereinfacht, dass in kurzer Zeit einfach alle Passwörter aus dieser Liste ausprobiert werden. 💻🔑

Ich weiß nicht, ob ihr in puncto gute Passwörter schon deutlich fortschrittlicher seid als ich, aber mir hat diese Liste mit Millionen Passwörtern echt die Augen geöffnet. Ich dachte nämlich eigentlich, dass meine Passwörter schon relativ ausgefallen sind (ganz im Gegensatz zu den Router-Passwörtern der Vietnamesen, bei denen ich mich zu 70% mit “12345678” anmelden konnte 😀 ) – und trotzdem habe ich alle meine Passwörter in der Liste wiedergefunden!

Ich hab meine Passwortsicherheit also total überschätzt und bin damit wohl ein leichtes Ziel für Hacker… 😮

“Na gut!”, dachte ich. “Dann brauche ich also möglichst lange, möglichst wirre Kombinationen aus Zeichen. Und möglichst für jede Internetplattform ein anderes Passwort.” Leider bedeutet das wohl auch, dass ich mir meine Passwörter in Zukunft nicht mehr merken werden kann.
#

Der Bauplan für merkbare und sichere Passwörter

Aber dann kam meiner Schwester Risi und mir beim telefonieren eine gute Idee, die wir euch nun nicht vorenthalten wollen.

Eine gute Möglichkeit für sichere Passwörter ist eine Kombination aus einem gleichbleibenden Teil und einem plattformspezifischen Teil.

Die Bildung beider Teile beruht dabei auf leicht zu merkenden Mustern.

Ein Beispiel für solche kombinierten Passwörter wären:

  • SZmL?Y!Imsuw!Fk8   für Facebook
  • SZmL?Y!Imsuw!Im9   für Instagram

Der erste Teil “SZmL?Y!Imsuw!” setzt sich dabei aus den Anfangsbuchstaben beliebiger Sätze, die man sich gut merken kann, zusammen. In dem Beispiel wären das die Sätze:

Sind Zebras meine Lieblingstiere? Yepp! Ich mag schwarz und weiß!

Damit das Passwort aber auch noch von Internetplattform zu Internetplattform variiert, würden wir am Anfang oder Ende dieser Zeichenkombination noch plattformspezifische Zeichen anhängen.

Das könnte zum Beispiel der Anfangs- und Endbuchstabe, sowie die Anzahl der Buchstaben des Plattformnamens sein.

Bei Facebook also F, k und 8 – für 8 Buchstaben in “Facebook”, bei Instagram I, m und 9.

So kann man sein Passwort auch nicht mehr vergessen. Es sei denn natürlich, man vergisst seine Merksätze. 🙂

Aus eigener Erfahrung kann ich mittlerweile aber sagen, dass mir sich mein Merksatz mittlerweile so bei mir eingebrannt hat, dass ich ihn nicht mehr vergesse und auch das Eintippen der Kombinationen sehr schnell geht (Finger-Training 😀 )!

Rostiges Vorhängeschloss vor Türriegel als Symbol für sichere Passwörter. Photo by James Sutton on Unsplash.
Credit: Photo by James Sutton on Unsplash

Sind meine Passwörter dann absolut sicher?

Nein, vermutlich ist auch diese Methode nicht vor richtig guten Hackern sicher und sobald es die ersten kommerziell erhältlichen Quantencomputer gibt, sind solche Passwörter eh Schnee von gestern.

Aber zumindest die Laien-Hacker heutzutage sollten eure Passwörter dann nicht mehr so einfach knacken können.

Falls ihr eure Passwörter schon nach solchen Random-Methoden (die trotzdem gut merkbar sind) auswählt, dann ist das prima! Falls nicht, solltet ihr euch ernsthaft überlegen, zumindest eure wichtigsten Accounts mit längeren und komplexeren Passwörtern zu versehen. Jede Variation der Methode ist natürlich genauso gut (oder besser) anwendbar (z.B. könnt ihr auch die Endbuchstaben anstatt der Anfangsbuchstaben verwenden, etc. etx. Je kreativer, desto besser!).

Wir hoffen, dass wir die 12345678-Menschen oder die Wort+Zahlen+Sonderzeichen-Menschen unter uns mit diesem Gedanken inspirieren konnten ihre Passwortsicherheit durch komplexere Passwörter zu erhöhen.

Alle meine Passwörter, die ich demnächst sowieso ändern muss, weil ich mich aus dem Ausland in meine Konten einlogge, werde ich in einer ähnlichen Art verkomplizieren.

Lasst mich gerne eure Gedanken zu dem Thema wissen. Falls ihr bessere Tipps habt, sind diese natürlich gerne willkommen. 👩‍💻

Ansonsten bis zum nächsten Beitrag! Wir senden euch viele liebe Grüße!

VlGaAseMuMMi8!
(Viele liebe Grüße aus Asien senden euch Marcel und Mona!, Mamorisi)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.