Tasmania

Oh, wie schön ist Tasmanien! – 3 Nationalparks in 3 Tagen

Oh, wie schön ist Tasmanien!

Nach unseren letzten, erlebnisreichen Wochen mit Tasmanischem Teufel, Polarlichtern, Berg-Wanderungen und Biolumineszenz hat es Tasmanien schon wieder geschafft, uns zu beeindrucken. Dieses Mal auf unserem Weg vom südlichsten Zipfel der Insel, entlang der Ostküste bis hin in den Norden.

(P.S. Ganz unten gibt es noch ein Video mit Eindrücken von der Strecke und Haus-Tour unserer aktuellen Unterkunft.)

Das südliche Ende Tasmaniens: Cockle Creek und South Cape Bay

The area around Cockle Creek is my favourite place on the whole island.“, (Die Gegend um Cockle Creek ist mein Lieblingsort auf der ganzen Insel.) erzählt uns unser Gastgeber auf der Pferdefarm an unserem vorletzten Abend. 

Da brauchten wir gar nicht lange überlegen und wussten direkt, welchen Ort wir vor unserer Weiterreise in den Norden noch anschauen wollten: Cockle Creek und Umgebung. 🙂

Bei wunderschönem Wetter machen wir uns am unserem letzten Tag auf der Pferdefarm noch einmal auf den Weg nach ganz in den Süden

Gute zwei Stunden fahren wir, bis die asphaltierte Hauptstraße endet und in eine Schotterstraße mit etlichen Schlaglöchern übergeht. Noch 15 weitere Kilometer liegen vor uns. Mitten durch den Wald, irgendwo im nirgendwo. 

Na gut. No risk no fun!“, denken wir und düsen mit unserem kleinen City Cruiser vorsichtig weiter. Wir fühlen uns zwar ein bisschen fehl am Platze (besonders dann, wenn uns gelegentlich mal ein guter Geländewagen entgegenkommt (oder überholt)) aber immerhin kommen wir stetig voran. Kein Feststecken, nichts gebrochen, aber alles einmal durchgeschüttelt. 

Im Endspurt folgt dann doch noch eine Enttäuschung: Die Straße ist so schlecht, dass wir nicht mehr weiterfahren können, ohne unser Auto kaputt zu machen. Wir parken am Straßenrand und laufen die letzten 400 Meter bis zum Parkplatz des Nationalparks. 

Von hier beginnt ein Wanderweg: 4 Stunden bis zum South Cape Bay, dem fast südlichsten Punkt Tasmaniens und wieder zurück.

Und genau das machen wir.

Wir sind die letzten Wanderer des Tages und müssen uns etwas beeilen, um vor der Dämmerung wieder an unserem Auto zu sein. 

Der Weg führt uns durch tolle Busch-Landschaften immer weiter in Richtung Meer. Der Ausblick am Cape South Bay im Abendlicht hat es dann wirklich in sich:

Leider haben wir nicht viel Zeit zum Genießen, denn die Schotterstraße wollen wir nicht im Dunkeln zurück fahren. So machen uns relativ bald wieder auf den Rückweg und verlassen Cockle Creek genauso holprig, wie wir angekommen sind.

🍷 Freycinet Nationalpark & Bay of Fires 🔥

Am nächsten Tag verabschieden wir uns etwas wehmütig von der Pferdefarm, denn hier hatten wir es echt gut: Leckeres Essen, nette Arbeit und ein wirklich großes und schönes Zimmer mit eigenem Badezimmer. Wer weiß schon, was uns bei der nächsten Freiwilligen-Arbeitsstelle im Norden Tasmaniens erwarten würde.

Und bevor wir dort ankommen, ist es noch ein langer Weg.

Wir haben geplant, die Ostküste entlang in den Norden zu fahren. Und um die Fahrt in kleinere Abschnitte zu unterteilen, wollen wir eine Nacht in unserem Auto schlafen. (Ja, im Winter bei Temperaturen unter 10 Grad und ja, in dem kleinen Hyundai. 😀 )

So erkunden wir tagsüber den Freycinet Nationalpark (auf der Karte oben bei “Coles Bay”) bei nicht so tollem Wetter. Die Aussicht über “Wineglass Bay” präsentiert sich uns lange nicht so toll, wie wir auf Bildern anderer Leute gesehen haben. Aber immerhin kann man die “Wein-Glass-artige Form” der Bucht noch erahnen.

Und die Felsformationen, die hier überall im Park zu finden sind, sehen auch echt cool aus.

Die Nacht im Auto verbringen wir dann auf einem kostenlosen Campingplatz nahe des Freycinet-Nationalparks. 

Wir sind gewappnet mit einem Schlafsack, zwei Decken, Winterkleidung, zwei Wärmflaschen und Marcel hat am Abend noch zwei große Pizzen gegessen, um genug Energie “zum Heizen seines Körpers” in der Nacht zu haben. Lustigerweise war es dann gar nicht so kalt… oder wir waren einfach so gut präpariert, dass wir nicht gefroren haben.

Und für den Ausblick am Morgen hat sich das Schlafen im Auto alle mal gelohnt (siehe auch im Video unten)!

Bay of Fires

Unser letzter Stopp vor Ankunft an unserer nächsten Unterkunft sollte der “Bay of Fires” sein. 

Und so machten wir uns nach unserer Nacht im Auto relativ früh, wenn es nach Marcel ginge und relativ spät, wenn es nach Mona ginge, um 9 Uhr morgens auf den Weg dorthin. 

Wir hatten Fotos vom Bay of Fires gesehen und gedacht, dass der Bay of Fires “Bay of Fires” heißt, weil die Steine dort eine rötliche Farbe haben. Aber das stimmte nicht!  Der Bay of Fires heißt “Bay of Fires”, weil die europäischen Schifffahrer, die Tasmanien “entdeckten”, damals bei Nacht entlang dieser Bucht gesegelt sind und dutzende Feuer entdeckten. Die Feuer stammten von den Aborigines. 

Nach gut zweieinhalb Stunden Autofahrt erreichten wir die “Bucht der Feuer” und suchten uns schönes Plätzchen zum Spazierengehen. 

Dieses Mal hatten wir großes Glück mit dem Licht… die Fotos sehen trotz Mittagssonne echt schön aus, oder?

Während es sich Marcel auf einem Stein gemütlich macht und nochmal ein paar Minütchen Schlaf nachholt, hüpfe ich (Mona) über die Steine und mache Fotos.

Etwas müde machen wir uns nach ca. einer Stunde auf die Weiterreise. Unser nächstes Ziel: Die neue Unterkunft für die nächsten anderthalb Wochen.

Oh, wie schön ist Tasmanien! – Unsere neue Unterkunft

Ja und als ob Tasmanien uns nicht schon mehr als einmal beeindruckt hätte, toppt die Insel dann nochmal unsere Erwartungen. Denn nachdem wir nicht viel von unserer nächsten Unterkunft -wieder über Freiwilligenarbeit auf HelpX– erwartet hatten, folgt die größte Überraschung der letzten Tage:

Wir haben nicht nur ein Zimmer, sondern ein ganzes, richtig toll eingerichtetes Häuschen. Mit echt vielen extra Features. 

Auf HelpX hieß es z.B. “Unterkunft mit Bad unter den Sternen“. Wir dachten, das sei eine nette Umschreibung für “Es gibt kein Indoor-Badezimmer, Waschen müsst ihr euch draußen im Kalten.” Aber nein!

Wir hatten ein komplettes, schönes Indoor-Badezimmer plus eine Badewanne draußen. Und die haben wir auch direkt genutzt. In der Nacht des Supermondes saßen wir also in einer heißen Badewanne und beobachteten, wie das Mondlicht durch die Dampfwolken des Badewassers schien. Ein echt tolles Feature!

Und das ist nicht die einzige Besonderheit des Hauses. Wir haben eine echt gute Stereo-Anlage, ein Klavier, eine Gitarre und ein Schlagzeug in unserem Häuschen. In den Schränken finden wir schwarzes, edles Besteck und etliche Leckereien – die meisten davon lokal und Bio. Wir dürfen all das benutzen.

Wir werden jetzt noch gute anderthalb Wochen hier verbringen, bevor wir wieder zurück aufs Festland müssen. Nach über einem Jahr haben wir uns entschlossen, wieder einen bezahlten Job anzunehmen (später mehr davon). Dieser befindet sich im Norden des Bundesstaates Victoria und leider gibt es dort derzeit ein Problem: Und zwar COVID.

Seit Donnerstag ist Victoria für 7 Tage im Lockdown. Hoffentlich bekommt der Staat das neue COVID-Cluster schnell wieder in den Griff und wir bekommen keine Probleme bei der Einreise. 

Naja, wie auch immer. Wir genießen vorher nochmal unsere letzten Tage in Tasmanien in einem stilvollen Häuschen mit Outdoor-Wanne, Musik und Sauna (ja, die gibt’s hier auch!).

Damit viele liebe Grüße von Under Down Under!

P.S. Zum Schluss folgt noch ein Video der letzten Tage inklusive Haus-Tour. Viel Spaß beim Anschauen!

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