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5 exklusive Tipps für deinen Roadtrip durch Australiens Outback

Illustration: Campervan

Die besten Tipps für deinen Roadtrip durch Australiens Outback!

Die Fahrzeugauswahl
Das Equipment
Übernachten im Outback

Vergleiche die Dimensionen!

Australien ist groß. Sehr groß. Bevor du deinen Roadtrip durch Australien startest, solltest du dich mit den Dimensionen des Landes vertraut machen und dir deine Route grob überlegen. Damit du vorher weißt, was dich während des Roadtrips erwartet: Endlose, kerzengrade Straßen und Einsamkeit stundenlang.

Die Strecke vom Norden des Landes in den Süden (von Darwin nach Adelaide) umfasst z.B. 3031 km.

Karte: Flächenvergleich Australien Deutschland

Zum Vergleich: Von Hamburg nach München sind es knappe 800 km.

Auf thetruesize.com kann man Ländergrößen sehr gut miteinander vergleichen.

Wähle dein Fahrzeug sorgfältig aus!

Je nachdem, wie viel Zeit und Budget du zur Verfügung hast, stehen dir verschiedene Optionen offen.

Du kannst einen (Camper-)Van ganz klassisch mieten, ihn selber kaufen, dir einen Rideshare (eine Mitfahrgelegenheit) suchen, oder dir einen Van für eine Relocation organisieren. Die verschiedenen Varianten unterscheiden sich vor allem im Preis (Ausgaben vs. Gewinn) und der Flexibilität (feste Route vs. freie Fahrt)

 

 Vorteile
 Nachteile
 MietenHohe Flexibilität, hohe Qualität Sehr teuer
 KaufenSehr hohe FexibilitätRisiko & Arbeitsaufwand durch An- & Verkauf
 RideshareKostengünstig & unterhaltsam Geringe Flexibilität
Relocation  Kostengünstig (ggf. macht man sogar Gewinn)
Geringe Flexibilität, Zeitdruck

Relocation?

Bei einer Relocation wird ein Van von dir für seinen eigentlichen Besitzer von A nach B gefahren, also umpositioniert. Bei den Distanzen in Australien ist es gar nicht so unüblich, dass Menschen von Stadt A in Stadt B fliegen und ihr Auto gerne hinterhergebracht haben möchten.

Du fährst das Auto dann für seinen Besitzer in Stadt B und bekommst dafür im Optimalfall die Tankfüllungen + ein kleines Trinkgeld bezahlt.

Auf der Website imoova.com (Achtung, mit vorsicht zu genießen. Siehe Trustpilot!) findest du z.B. für verschiedenste Strecken in Australien solche Relocation-Angebote.

Wir haben unseren Relocation-Van über eine Facebook Backpacker-Grupper gefunden.

Woaruf sollte ich beim Fahrzeug noch achten?

Egal für welche Variante der Fahrzeugorganisation du dich entscheidest, solltest du dein Fahrzeug vor dem Roadtrip durchs Outback gut prüfen. Neben einer gründlichen Inspektion der Funktionsfähigkeit des Autos (Reifenzustand, Ölcheck, Elektronik, Bremsen, etc. ) solltest du zusätzlich noch folgende Punkte berücksichtigen.

Illustration: Mechaniker-Symbol
  • Habe ich einen Wagenheber und ein Ersatzrad dabei?
  • Habe ich ausreichend Stauraum (Wasser- + Benzinkanister, Equipment, …)?
  • Wie hoch ist der Spritverbrauch?

Spritpreise in Australien

Besonders letzteres ist sehr wichtig, da für die gigantischen Distanzen Australiens auch enorme Mengen an Kraftstoff verbraucht werden!

Sind in den großen Städten noch $1,40 (ca. 0,87€) pro Liter für Benzin (unleaded 91) normal, steigen die Preise im Outback leicht auf $2 pro Liter (ca. 1,24€) und mehr.

Illustration: Benzinstand

Mit der App “PetrolSpy” lassen sich die Spritpreise aller Tankstellen in Australien vergleichen, sodass man leicht den günstigsten Ort zum Tanken findet.

Aber Achtung: im Outback sind Tankstellen genauso selten wie Wasserquellen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig tanken!

 

Equipment für den Roadtrip durch Australiens Outback

Das passende Equipment ist für einen angenehmen Roatrip durch Australiens Outback fast genauso wichtig, wie ein zuverlässiges Fahrzeug.

Je nachdem, ob du in deinem Fahrzeug auch übernachten und kochen möchtest oder nicht, sind mehr oder weniger Dinge in der Austattung relevant. Für ALLE sind aber die folgenden Sachen zu empfehlen:

Illustration: Benzin-Kanister, Reserve-Tank
  • Wagenheber und Ersatzrad
  • Wasserkanister mit ausreichend Frischwasser
  • Reserve-Benzinkanister
  • USB-Adapter (zum Laden von Smartphones)
  • Fliegenschutz
  • Haltbarer Proviant

Ok, nochmal im Detail.

Wagenheber + Ersatzrad: Wir hatten bisher zum Glück noch keine Probleme mit unseren Reifen, aber überall am Straßenrand sieht man kaputte Reifen herumliegen. Und mitten im nirgendwo möchte sicherlich keiner ohne fahrtüchtiges Gefährt festsitzen.

Frischwasser: Wir hatten in unserem Hippie-Van zwei 10 Liter Kanister für Trinkwasser und einen 25 Liter Kanister für “Dusch-Wasser” dabei. Hängt aber natürlich vom persönlichen Bedarf ab. Auch hier: lieber zu viel dabei haben als zu wenig!

Reserve-Benzinkanister: Wir hatten 25 Liter Extra-Benzin dabei und es Gott sei Dank nicht gebraucht. Aber ein paar Mal wurde es mit unserer Tankfüllung knapp und wir waren froh, für den Notfall ein bisschen Extra-Kraftstoff dabei zu haben.

USB-Adapter: Da mittlerweile so vieles über das Smartphone läuft (bei uns: Navigation, Uhr, Benzin-Preisvergleiche, Suche des nächsten Rastplatzes, Unterhaltung), wäre ein leerer Akku eine mittelgroße Katastrophe. Was ist also besser, als das Smartphone während des Fahrens stets aufladen zu können?

Fliegenschutz: Glaubt es uns oder nicht. Das australische Outback hat im Sommer ein Fliegenproblem! An manchen Raststätten sind hunderte von Fliegen, die keine Scheu vor Menschen haben. Ohne Hut mit Fliegennetz setzen sich die Fliegen gerne in die Ohren, oder fliegen in die Augen! Sehr unangenehm und wird erst nach Sonnenuntergang besser.

Haltbarer Proviant: Klar, wenn man in einer wüstenartigen Landschaft unterwegs ist, gibt ausreichend Proviant im Gepäck ein gutes Gefühl. Bei den Temperaturen im Outback sollten aber haltbare Lebensmittel (Nüsse, Knäckebrot, trockene Nudeln) als Reserve-Versorgung bevorzugt werden. Frisches Obst und andere, leicht verderbliche Sachen können in den größeren Orten nachgekauft werden. In der Regel ist im Outback aber alles etwas teurer.

Equipment fürs Camping

Wenn du in deinem Fahrzeug übernachten möchtest, solltest du außerdem  noch an folgende Dinge denken:

Illustration: Zelt
  • Matratzen / Isomatten, Bettzeug
  • Tassen, Teller, Töpfe, Besteck
  • Gaskocher + -flasche
  • Toilettenpapier / Taschentücher
  • Kopflampfe / Taschenlampe
  • Stromversorgung für abends (z.B. über Autobatterie)
  • Vorrichtung zum Duschen (z.B. Plastikschlauch + Wasserkanister)
  • ggf. elektrischer Ventilator gegen die Hitze

Außerdem solltest du natürlich noch persönliche Hygieneartikel, Handtücher, Vorräte zum Kochen (ggf. auch Kaffee- & Milchpulver, Salz, Zucker) und ausreichend Kleidung mitnehmen. Also all das, was du auch fürs “normale” Camping mitnehmen würdest. Falls du nicht im Fahrzeug, sondern im Zelt übernachten möchtest, brauchst du natürlich noch ein gutes Zelt. 🙂

Übernachten im Outback

Du hast quasi zwei verschiedene Möglichkeiten für die Übernachtungen. Entweder du übernachtest in Hotels / Hostels in den spärlich verteilten Ortschaften, oder du übernachtest in deinem Fahrzeug. Letzteres ist im Normalfall weniger komfortabel, aber dafür deutlich preisgünstiger. Du kannst dich natürlich auch für teils Hotel und teils Fahrzeug entscheiden.

(Kostenlose) Rastplätze in Australien finden

(Kostenlose) Rastplätze fürs Camping zu finden, ist in Australien eigentlich super einfach. Mit den beiden folgenden Apps findest du alle Campingplätze in deiner Umgebung.

Illustration: Camper-Van unterwegs

Apps: Campingplätze in Australien

  • CamperMate (kostenlos)
  • WikiCamps (ca. 5,50€)

Wir haben die App CamperMate benutzt und waren sehr zufrieden. Generell darf man auf den meisten, simplen Rastplätzen etwas außerhalb der Ortschaften eine Nacht lang stehen bleiben und im Fahrzeug übernachten.

Dafür sind diese Rastplätze meist auch sehr karg ausgestattet. Mit etwas Glück gibt es ein Toilettenhäuschen, ein paar Steintische und einen Regenwassertank. Mit einem gut ausgestatteten Van ist das alles jedoch kein Problem und man bekommt als Entschädigung einen wunderbaren Sternenhimmel zu sehen.

Ein Roadtrip durch Australien ist auf jeden Fall eine einzigartige Erfahrung!

Für bessere Einblicke in einen Roadtrip durch Australien geht es hier zu unserem Erfahrungsbericht. 🙂

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