Nepal

Sightseeing in Kathmandu

Dach der Boudha-Stupa vor dunkel-lilanem Himmel

Unsere (Welt-) Reise startet hier in Nepals Hauptstadt und natürlich darf dann trotz Arbeit in der Bäckerei ein bisschen Sightseeing in Kathmandu nicht fehlen. 🙂

Vorher möchten wir uns aber erstmal für die lieben Grüße und die tollen Kommentare bedanken! Wir freuen uns sehr über jede einzelne Nachricht und sind dadurch unglaublich motiviert weiterzuschreiben. ❤ Es gibt so viele Neuigkeiten, von denen wir euch berichten wollen.

Umzug ins GATE-College in Kathmandu

Die erste Veränderung, von der wir euch berichten wollen, ist unser Umzug in die Untekünfte des GATE-Colleges (Global Academy for Tourism and Hospitality Education – College) in Kathmandu. Hier werden Bäcker, Köche, Service- und Hotelpersonal in Theorie und Praxis ausgebildet.

Das College arbeitet eng mit der Bäckerei, in der wir arbeiten, zusammen. Da die Apartments des GATE-Colleges in unserer ersten Woche in Nepal noch von Austausch-Studenten aus der Schweiz belegt waren, konnten wir erst vorgestern (Montag, 1.4.19) in die Unterkünfte des GATE-Colleges einziehen.

Wir waren überglücklich, als wir ein helles, sauberes Zimmer mit funktionierendem Kühlschrank, warmer Dusche und Balkon beziehen durften. Marcel verliebte sich natürlich auch direkt wieder in die Hunde der Nachbarschaft.

Ein freier Tag – Sightseeing in Kathmandu

Am nächsten Tag (Dienstag, 2.4.19) hatten wir unseren ersten freien Tag, an dem wir endlich mal ausschlafen konnten. Nach einem leckeren Frühstück im Café des GATE-Colleges mit Schoko-Croissant und Cappucchino machten wir uns auf den Weg zum Sightseeing. Wir wollten uns den Affentempel Swayambunath und das Zentrum der Stadt anschauen.

Von A nach B zu kommen ist in Kathmandu dabei gar nicht so einfach. Die Straßen sind eng, verworren und voller Menschen, Hunde und Müll. Außerdem gibt es keine Straßennamen, sondern nur Namen für Stadtbereiche. Das Areal um die Boudhanath-Stupa wird so z.B. Boudhanath genannt.

Wenn man also aufgrund des schlechten öffentlichen Verkehrssystems auf die Benutzung von Taxis angewiesen ist, steht man vor dem großen Problem, dass man dem Taxi-Fahrer nicht einfach eine (Hotel-) Adresse geben kann, zu der man gebracht werden möchte. Man kann lediglich den Namen des Stadtbereiches nennen und muss dann schon selber bis zum Zielort navigieren.

Gott sei Dank haben wir mittlerweile nepalesische SIM-Karten und können Google Maps auch unterwegs nutzen. Wir fragen uns allerdings ernsthaft, wie das hier mit der Postzustellung funktionieren soll… (Postkarten haben wir aber übrigens leider noch keine gefunden, vielleicht genau aus diesem Grund :D)

Der Affentempel Swayambunath

Trotz des Taxi-Problems erreichten wir Swayambunath, das wegen der vielen Affen, die dort leben, auch Affentempel genannt wird, relativ einfach.

An die chaotischen Autofahrten ohne angelegten Sicherheitsgurt und mit Hupe als Ausgleich für fehlende Verkehrsstruktur gewöhnt man sich relativ schnell. Trotzdem können der Lärm und der Abgas-Gestank in manchen Gegenden und an manchen Tagen ganz schön an den Nerven zerren und uns die gewohnte europäische Ordnung und Sauberkeit vermissen lassen.

Das Gelände um Swayambunath zeigt einen beeindruckenden Teil der buddhistischen Kultur, aber wir sind eher gestresst von all den Händlern, die uns Klangschalen oder Schmuck andrehen wollen und den Kinderbanden, die einem Kunststücke zeigen und dann darum bitten, dass man ihnen Essen kauft.

Wir schenken ihnen ein gutes, großes Brot, das wir eigentlich als Proviant für den Tag mitgenommen hatten. Aber das fanden sie nicht so toll und wollten trotzdem noch, dass wir ihnen etwas kaufen… Wir fühlten uns sehr unwohl und außerdem war es durch die Sonne und nach den vielen Treppen hoch zur Stupa ziemlich warm.

Das Gewusel der nepalesischen Hauptstadt

Das Gewusel und die Belagerung wurde auch in den Straßen der Altstadt Kathmandus nicht besser. Zusätzlich stank es hier noch mehr nach Abgasen und anderen Dingen, die besser unidentifiziert bleiben.

Am Fluss, wo die wirklich armen Menschen wohnen, intensivieren sich der Gestank und das Müll-Problem noch. Marcel glaubt, dass wir die Erde nicht mehr vor unumkehrbarer Umweltzerstörung retten können, selbst wenn wir in Europa jetzt noch die Notbremse ziehen würden.

Nach zwei Stunden Reizüberflutung in den Gassen Kathmandus kauften wir noch zwei Fußbälle für die Nachbarskinder (die bisher immer mit einer alten, runden Frucht auf dem College-Parkplatz Fußball gespielt hatten) und dann machten wir uns schnell wieder zurück ins GATE-College.

Von dem Sightseeing in Kathmandu bleiben also leider vorallem der Lärm, Gestank, das Unbehagen und der ganze Plastikmüll überall in Erinnerung.

Nächste Woche wollen wir an unserem freien Tag lieber raus in die Umgebung von Kathmandu. Spätestens davon wird es dann einen neuen Beitrag geben.

Viele liebe Grüße nach Hause und ganz besondere Grüße von Marcel an Filou. 😉

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