Singapur

Singapur – Die Stadt des Löwen

Beeindruckende Skyline von Singapur

Herzlich Willkommen in einem der reichsten Länder der Welt, im flächenmäßig kleinsten Staat Südostasiens, in der Stadt des Löwen सिंह पुर – herzlich Willkommen in Singapur!

Singapur (die Stadt, die mich immer an den Film “Fluch der Karibik” erinnert) wurde vor genau 200 Jahren, nämlich im Jahr 1819, als Handelsposten der East India Company errichtet und hat sich im Laufe der Zeit zu einem der größten und wichtigsten Handelshäfen weltweit entwickelt.

Merrblick mit vielen Frachtschiffen vom Balkon eines Hochhauses.
Ausblick aus dem 22. Stock

Und tatsächlich. Die Rolle Singapurs für den Welthandel lässt sich schon bei unserer Ankunft in der Wohnung unserer Bekannten aus dem Vipassana-Kurs erahnen. Aus dem Treppenhaus heraus sehen wir unzählige, riesige Transportschiffe im Meer – und das, obwohl ihre Wohnung etwa 15 Kilometer vom eigentlichen Hafen entfernt liegt. Bis zum Horizont ist alles voll mit Schiffen. Gelegentlich überfliegt ein Flugzeug das Szenario. Eindeutig – wir leben in einer stark globalisierten Welt. 🚢✈️

Best of China, India & Europe…
Bild einer Glastür mit einem aufgedruckten "Happy Deepavali" Bild
Happy Deepavali! Bald ist Lichterfest in Indien.

Als wichtiger Knotenpunkt zwischen China und Indien und als ehemalige britische Kolonie ist auch die Bevölkerung Singapurs geprägt von chinesischen, indischen und europäischen Einflüssen. Es gibt vier Amtssprachen – Englisch, Chinesisch, Malaiisch und Tamil. Wie schon in Malaysia steht auch hier buddhistischer Tempel neben christlicher Kirche und hinduistischer Tempel neben muslimischer Moschee. Die Menschen in Singapur haben Wurzeln in allen Ecken der Welt.
Schon bei Ankunft fällt uns außerdem sofort auf, wie sauber die Stadt im Vergleich zu unseren bisherigen Reiseländern ist. Man merkt, dass hier viel Geld sitzt…

Für unsere Sightseeing-Tour steigen wir in den nächsten Bus und fahren in die Stadt. Aber noch bevor wir den ersten “Sightseeing-Hotspot” der Stadt erreichen können, haben wir ein Problem: Marcel hat Hunger! Da hilft nichts und wir peilen sofort das nächste Einkaufszentrum an. Hier gehen wir in einem Restaurant der Restaurantkette Tim Ho Wan sehr erstklassig essen. Leider sind auch die Preise hier sehr erstklassig… aber dass wir in Singapur kein Essen für die Preise des malayischen Inders bekommen können, war ja irgendwie absehbar.

Auf zum Bay!

Wohl genährt kann das Sightseeing endlich los gehen! Wir laufen am Singapore Flyer vorbei und gehen direkt auf das Marina Bay Sands Hotel zu. Das Hotel, dessen Form an ein riesiges Schiff erinnert, ist wohl eines der prägnantesten Bauwerke im Singapurer Stadtbild. Ganz oben gibt es laut Bildern im Internet einen Pool für Hotelgäste, die dann beim Baden den Blick über die Millionenstadt genießen können. Aber da wir keine 300€ pro Nacht bezahlt haben, gab es weder Luxuspool noch Ausblick für uns.
Stattdessen haben wir uns auf dem Parkplatz umgesehen. Immerhin etwas. 😀

Da wir uns mit unserem – naja, nennen wir es mal “Abenteurer-Look” – neben solch teuren Autos und Menschen im Anzug etwas fehl am Platze fühlen, spazieren wir schnell weiter zu den Gardens by the Bay. Hier lassen sich viele Kunstwerke und Gartenanlagen bestaunen. Zu unseren Lieblingsobjekten in dem kostenlosen Teil der Anlagen gehören der aus einem einzigen Stamm geschnitzte Lion King, der indische Garten und das Aquarium. Zwischendurch machen wir Pause auf einer Bank oder an einem Steg und beobachten Menschen, Kunst und Natur.

Let´s Go To The Mall ♪♫

Anschließend bummeln wir noch ein bisschen durch die nahegelegene Shopping-Mall “The Shoppes at Marina Bay Sands” . Und während in dem Einkaufszentrum Gucci-Shop neben Prada-Laden steht und sich Michael Kors mit Calvin Klein um die Aufmerksamkeit der Schönen und Reichen duelliert, fühlen wir uns krass an das Kapitol in “Die Tribute von Panem” erinnert. Mode haben wir noch nie wirklich verstanden, aber hier merken selbst wir, welch exzentrische Künstler die meisten Luxus-Designer sind. Es geht vor allem um Auffallen und Aussehen… das komplette Gegenteil zum passiven Blick nach Innen, den wir während des Vipassanas gelernt haben!

Außerdem staunen wir über das Kanalsystem in der untersten Ebene des Einkaufszentrums. Kunden können sich hier mit einem kleinen Boot durch das Gebäude fahren lassen. Sowas haben wir vorher noch nicht gesehen und staunen einmal mehr über die Stadt und ihre Bauwerke!

Ganz nahe der Mall befindet sich das Art Science Museum. Da die neue Ausstellung des Museums über Disney-Animationen allerdings erst am kommenden Wochenende eröffnet wird, sehen wir uns nur kurz im Foyer des Museums um und sparen uns den Eintritt. Dann beenden wir unseren Sightseeing-Tag mit einem Spaziergang durch Chinatown und die umliegende Innenstadt.

Auf der Rückfahrt mit dem Bus fällt uns auf, dass wir nicht für eine einzige unserer Besichtigungen Geld bezahlt haben. Eigentlich sind wir nur rumgelaufen und haben uns etwas umgesehen. Trotzdem haben wir das Gefühl, die wichtigsten Ecken der Stadt erkundet zu haben. Das Geld, das wir uns an Eintritten gespart haben, investieren wir prompt in ein Abendessen beim Inder. 🥘
Wir mögen die Stadt des Löwen und sind dankbar für die vielen Eindrücke des Tages!

Als nächstes Ziel steht nun Batam in Indonesien an, von wo aus wir uns ein Boot nach Jakarta organisieren wollen. Mal sehen, ob das so klappt… wir werden auf jeden Fall berichten.

Bis dahin! ♡

P.S.: Wir haben uns jetzt doch dafür entschieden, auch gelegentlich mal auf Instagram ein paar Bilder unserer Reise zu posten. Also, falls ihr Interesse habt, folgt uns gerne hier. 🙂

Zitat von Leonardo Da Vinci im Art Science Museum Singapore.

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