Warum du keine E-Mail-Listen brauchst.

Findest du E-Mail-Listen genauso sch***e wie ich?

Wenn ja, dann bist du hier goldrichtig.

In den letzten Monaten habe ich nämlich gelernt, warum ich E-Mail-Listen  Bulls**t sind und das es eine viel bessere Alternative gibt.

Seitdem will ich keine E-Mail-Listen mehr, ich möchte Kunden-Listen!

Um zu verstehen, warum das so ist und wie das funktioniert, lass uns mal eine typische, klassische Marketing-Strategie für “kalte Kundschaft” anschauen.

Und damit das Ganze nicht so abstrakt bleibt, sondern etwas konkreter wird, lass uns einfach mal annehmen, dass unser Produkt ein Onlinekurs ist.

Die klassische, geldverbrennende Marketing-Strategie

Was sagt nun das traditionelle E-Mail-Marketing? Richtig. Zuerst brauchen wir ein Freebie, also ein kostenloses Geschenk für unsere zukünftigen Kunden. Der Köder am Angelhaken sozusagen.

Im Gegenzug für das Freebie möchten wir “nur” eine E-Mail-Adresse.

Und genau hier passieren uns schon zwei große Fehler.

Erstens, die Menschen, die unsere Anzeige sehen, kennen uns ja noch gar nicht. Wir tauchen einfach so urplötzlich aus dem Nichts aus, erzählen ihnen irgendetwas aus unserem Leben und fragen nach ihrer E-Mail-Adresse. Im “realen Leben” würde man so jemanden als verrückt oder mega dreist abstempeln. 

Zweitens, bekommen wir damit die E-Mail-Adressen der falschen Menschen. Denn wer, bitteschön, trägt sich denn in so eine Freebie-Liste ein? Richtig, Schnäppchenjäger. Freebie-Sammler. Menschen, die sowieso kein Geld für unsere Produkte ausgeben werden. 

An dieser Stelle nochmal eine kleine Anmerkung zum Thema Verkaufen.

Kleine Anmerkung zum Thema “Verkaufen”

Ich finde manchmal, dass diese ganze Verkaufsterminologie so einen negativen Beigeschmack hat. Als ob wir anderen Menschen etwas andrehen wollten.

Aber meine Mentorin Alisha sagt immer, dass das so nicht stimmt.

Alles ist Mindset-Sache.

Sie sagt, dass wenn wir die Lösung für das Problem einer bestimmten Zielgruppe haben, dann ist es fast schon unterlassene Hilfestellung, wenn wir ihnen diese Lösung nicht auch anbieten.

Verkaufen (ohne zu nerven) ist Liebe.

Keiner von uns hat ein Problem damit, einen Psychotherapeutin oder einen Gitarren-Lehrer für seine Leistung zu bezahlen. Und unser Onlinekurs ist das gleiche – nur eben online.

Die restliche Unsicherheit ist meistens mangelndes Selbstvertrauen in Bezug auf die Qualität des eigenen Produktes (“Ist es auch wirklich gut genug?”).

Ok, gut. Das wollte ich nur einmal klären. Weiter im Text. 😀 

Ein bisschen Mathematik…

Von 100% aller Leute, die unsere bezahlte Werbung sehen, tragen sich vielleicht, wenn unsere Kampagne sehr gut ist, 10% in die Freebie-Liste ein.

Dann machen wir uns eine Heidenarbeit damit, unsere Marketing-E-Mails zu formulieren und zu designen.

Und wie viele kaufen am Ende tatsächlich unseren Onlinekurs?

Vielleicht 1% der Leute, die unsere Anzeigen gesehen haben.

Jetzt kommt es natürlich auf die Kosten für die Werbeanzeigen und der Umsatz durch unseren Onlinekurs an, aber in den meisten Fällen, ist dieses System eine Geldverbrennungsmaschine.

Ein paar Zahlen zu Facebook-Advertisement findest du z.B. hier, hier und hier.

Was wäre denn, wenn wir statt einer E-Mail-Liste eine Kundenliste hätten?

Kunden-Liste?

Jepp, eine Liste mit E-Mail-Adressen von Kunden. Genauer: Menschen, die keine Freebie-Sammler sind, sondern uns auch tatsächlich Geld für ihre Problemlösung geben.

Das geht. Und wenn du dich jetzt fragst, wie, dann habe ich hier natürlich auch die Antwort für dich.

Über einen “Tiny-Five” Workshop.

Tiny-Five-Workshop?

Ja, Tiny-Five-Workshop. Das ist ein kurzer Workshop, in dem wir 3, 5, oder auch 7 Tage lang eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten und ein konkretes Problem lösen.

Dieser Workshop ist NICHT kostenlos, sondern sollte so grob zwischen 50€ und 200€ kosten. 

Dieser Workshop ersetzt dein Freebie.

Damit schrecken wir die Freebie-Sammler ab und ziehen Menschen an, die sich sowieso schon gut um ihre Finanzen kümmern und damit auch ausreichend Geld für unser Hauptprodukt “Onlinekurs” haben.

Alle Menschen, die sich dann für unseren Mini-Workshop eintragen, sind echte Kunden. Wir haben dann eine Kunden-Liste anstelle von einer E-Mail-Liste.

Der zweite Vorteil dieses Tiny-Five-Workshops ist es, dass das Commitment unserer Kunden höher ist.

Ein Kunde, der 100€ für einen Workshop bezahlt hat, wird uns viel mehr seiner  Zeit und Aufmerksamkeit schenken, als jemand, der sich mal eben schnell unser kostenloses Ebook gedownloaded hat.

Wie bekommt man nun die potentiellen Kunden in den Tiny-Five-Workshop?

Das geht wieder über Marketing. Nur bitte, bitte, bitte nicht über die Kaltakquise.

Was wir nicht im realen Leben machen würden, machen wir auch nicht online, ok?

Neukundengewinnung funktioniert in diesem Fall auch wieder -natürlich- über Online-Marketing. 

(Einen genauen Plan und Vorlagen zu den Ads gibt es in Alishas eigenem Workshop, denn ich bin da kein Experte und kann das lange nicht so gut erklären wie sie. )

Im Groben sieht unser neuer Plan wie folgt aus:

Wir planen eine vollständige Kampagne, in der mindestens 3 Anzeigen nur für das “Aufwärmen” der potentiellen Kunden gedacht sind. Sie sollen uns kennenlernen und entscheiden, ob sie zu uns passen, oder nicht.

Dabei ist es wichtig, dass wir klar kommunizieren, welches Problem wir für wen lösen können.

Auch das Wording spielt eine sehr wichtige Rolle. Wie schreiben wir? Welche Begriffe verwenden wir? 

Dann haben wir 3 Anzeigen in petto, die ein mini-kleines Commitment von unseren potentiellen Kunden haben möchten. Darin könnte am Ende zum Beispiel stehen “Wenn du mehr Infos dazu haben möchtest, kommentiere mit TINY”.

Wichtig: Diese Anzeigen werden nur den Menschen gezeigt, die bereits mit unseren Kennenlern-Anzeigen interagiert haben.

Erst dann bekommen alle Menschen, die mit den Commitment-Posts interagiert haben, noch unsere Conversion-Posts gezeigt. In diesen Posts bewerben wir dann unseren Tiny-Workshop.

Also: 3 x Connection-Post, 3 x Commitment-Post und 3 x Conversion-Post.

3 + 3 + 3

Dadurch bekommen wir Menschen in unseren Workshop, die uns 1. schon ein bisschen kennen und 2. auch genau das richtige Problem für unsere Lösung haben. Eine Win-Win-Situation.

3 Dinge, die man bei einem Tiny Workshop beachten sollte

Bisher klingt alles prima. Allerdings gibt es ein paar wichtige Dinge, die man bei der Erstellung eines solchen Tiny-Five-Workshops beachten sollte.

Ansonsten kann das ganze nämlich schnell viel Zeit und Energie kosten, ohne dass es den gewünschten Effekt bringt.

  1. Overdelivery vom Feinsten – Wenn wir das Gefühl haben, wir geben unseren Workshop-Teilnehmern schon zu viel für den Preis… geben wir ihnen noch ein bisschen mehr! Das ist wie unser erstes Date. Wir legen uns ins Zeug und geben alles, was wir haben.
  2. Struktur – Der Workshop sollte genau durchgeplant sein. Tag 1 sollte den Teilnehmern schon die Kinnlade runterklappen lassen, an Tag 3 sollte das konkrete Problem gelöst sein und an Tag 4 sollten sie langsam auf das Hauptprodukt vorbereitet werden.
  3. Wiederverwertbarkeit – Wenn du deine Workshop-Inhalte speicherst, kannst du deinen Workshop danach automatisiert ablaufen lassen. Wie genial ist das denn? 😀 

Es gibt noch viele kleine Details mehr, aber da bin ich gerade selber noch am Lernen und Ausprobieren… Also dazu vielleicht in einem anderen Beitrag mehr.

Lass uns zur Zusammenfassung kommen.

Warum ich keine E-Mail-Listen mehr will…

Lass uns also nochmal zusammenfassen. Anstatt einer E-Mail-Liste mit kauf-unfreudiger Kundschaft, gewinnen wir durch einen Tiny-Workshop eine Kunden-Liste und bereiten die Menschen langsam auf unser “Hauptprodukt” vor.

Sie können uns kennenlernen und wir können sie besser kennenlernen. Wir nerven keinen und erzeugen eine Win-win-Situation für alle.

Da ich jetzt schon ein paar Mal meine Mentorin Alisha gelernt habe, möchte ich den Abschluss dieses Beitrags ihr und ihrem Produkt widmen. Sie ist quasi die Inspirationsquelle für diesen Beitrag.

Ich folge ihr nun schon seit knapp einem Jahr und vor Kurzen hat sie einen Tiny-Workshop in einer geschlossenen Facebook-Gruppe angeboten, in dem sie genau erklärt hat, wie diese Tiny-Workshops funktionieren. 

Ich habe in der Live-Runde ihres Workshops zusammen mit über 1000 anderen Teilnehmern teilgenommen und daraufhin -völlig inspiriert und begeistert- diesen Artikel verfasst.

Sie beherrscht die Overdelivery perfekt. Wir haben fünf (!) verschiedene Canva-Vorlagen für Workbooks, Facebook- und Instagram-Posts erhalten. Wir haben fertige Trello-Boards mit exakten Anleitungen für die Planungs- und Advertisment-Phase des Workshops erhalten.

Und wir haben jede Menge genialen Input von ihr bekommen (Mehr als 12 Stunden Live-Streams mit ihr! ). Das Ganze für “nur” 129 Euro. 

Falls du Interesse daran hast, kommst du über einen Affiliate-Link (*) hier zu der DIY-Version ihres Workshops:

Tiny-Five Workshop von Alisha

Und falls du kein Interesse an dem Workshop hast, schau dir wenigstens das Design und das Wording auf ihrer Landingpage an. Davon allein kann man schon eine Menge lernen. 😀 

Ansonsten hoffe ich, dass ich dir mit diesem Bericht eine neue, bessere Alternative zu den blöden E-Mail-Listen zeigen konnte und du nie wieder Geld für Daten verbrennen musst, die dir am Ende nichts bringen. 

Wir wollen keine E-Mail-Listen mehr, wir wollen Kunden-Listen!

Lass mich gerne wissen, was du von dieser Idee hältst.

Danke für deine Zeit und Aufmerksamkeit und hoffentlich bis bald!