Thailand

Workaway in Phuket

Sonnenaufgang über dem Meer. Ausblick aus unserer Workaway-Unterkunft.

Die letzten anderthalb Wochen haben wir immer noch in Phuket verbracht, aber dieses Mal arbeitend. 🙂 Wir arbeiten wieder – wie damals in Indien – über Workaway. Dieses Mal für Michael aus dem UK, der vor kurzem ein Haus am südlichsten Zipfel Phukets gemietet hat. Er ist digitaler Nomade und lebt und arbeitet schon seit vielen Jahren in Thailand. Gegen 25 Stunden Arbeit pro Woche bekommen wir Abendessen und Unterkunft. Und was für eine Unterkunft!

Michaels Haus hat drei Etagen, auf denen sich jeweils eine große Wohnung mit Schlafzimmer / Wohnzimmer, Küche, Bad und Terrasse befindet. Bis auf die Badezimmer hat man aus allen Zimmern einen gigantischen Blick auf Dschungel und Meer (siehe Bild vom Sonnenaufgang oben). 🌴🌊 

In der untersten Etage wohnt Michael selber, in der mittleren Wohnung dürfen wir wohnen und ganz oben sind Olivia und Kane, ein Pärchen aus England, untergebracht. Die beiden arbeiten schon seit zwei Monaten hier und werden auch noch einen weiteren Monat bleiben. Im Keller des Hauses gibt es noch eine kleinere Wohnung, in der Jules aus den USA wohnt. Er ist Koch und wir dürfen ihm einige Male beim Kochen des Abendessen assistieren (endlich lernen wir kochen!). 😀  Die drei anderen Workawayer (Olivia, Kane und Jules) sind ebenfalls Langzeit-Reisende, die nebenbei aber als Freelancer Geld verdienen. 

Unsere Wohnung (also die in der mittleren Etage) ist dabei diejenige der Wohnungen, die noch am spärlichsten eingerichtet ist. Aber wir haben alles, was wir brauchen und der Blick aufs Meer und jede Menge Platz für Yoga sind besser als jedes Möbelstück.

Die 25 Stunden Arbeit pro Woche dürfen wir uns ganz flexibel aufteilen. Wir entscheiden uns dafür, so wie die anderen Workawayer 5 Stunden pro Tag an 5 Tagen der Woche zu arbeiten.
Nach einer Tasse Kaffee auf unserem Balkon starten wir meistens also gegen 10 Uhr morgens mit der Arbeit und machen um 15 Uhr Feierabend. ☕️ Unsere Arbeit hier besteht dabei vor allem aus Streichen. Die oberste Wohnung soll ab November über AirBnB vermietet werden und muss dehalb auf Vordermann gebracht werden. Decken, Wände, Fenster, Türen, Fußbodenleisten und Einbauschränke – alles soll in neuer Farbe glänzen. Während die Farbe für Decke und Wände noch recht angenehm ist, streichen wir Fenster & Co mit einer Lackfarbe, die nach der Arbeit nur unter Einsatz von viel Terpentin wieder von den Händen ab zu bekommen ist. Ansonsten ist die Arbeit aber voll in Ordnung und die Leute hier super offen und freundlich.

Michael besitzt außerdem ein Auto und einen Roller, den er netterweise allen Bewohnern des Hauses zur Verfügung stellt. Da sich das Haus eher abgelegen auf einem Hügel befindet, nutzen wir den Roller oder das Auto auch gelegentlich, um einkaufen zu fahren, oder Trinkwasser-Kanister neu aufzufüllen. Ein Automatik-Auto im Linksverkehr zu fahren ist dabei eine ganz neue Fahr-Erfahrung für Marcel.

Die anderthalb Wochen, die wir hier wohnen und arbeiten sind generell wieder ganz neue Erfahrungen für uns. Wie eine WG aus Langzeit-Reisenden, wo jeder das einbringt, was er gut kann. Wir haben uns nicht mehr wie klassische Touristen gefühlt, sondern eher wie Einwanderer für kurze Zeit. Plötzlich mussten wir uns um Groß-Einkäufe kümmern, arbeiten, zusammen Kochen. Wir hatten wieder etwas Alltag – aber einen ganz anderen als zuhause.

An einem unserer freien Tage sind wir nach Patong gefahren. Patong ist eine sehr touristische Ecke im westlichen Teil Phukets und wurde von uns als Ziel ausgesucht, weil dort das “Surf House Phuket” steht. Wir haben vorher nämlich online die einstündige Nutzung des Surf-Simulators “FlowRider” im Surf House gebucht. Ja – Surf-Simulator. Auf einer schiefen Ebene wird Wasser hochgepumpt und dadurch eine künstliche Welle erzeugt, auf der man surfen kann! (Ein Video davon auf Youtube findet ihr zum Beispiel hier.) Kein doofes Salzwasser voller Plastiktüten, kein Kampf mit den Wellen und kein Problem mit Wellen catchen. Einfach das Board auf die Kante stellen, draufsteigen, ins Wasser gleiten lassen, Balance halten, fertig! Surfen für Weicheier. 😀 So kinderleicht, wie es bei den Profis aussieht, ist es dann allerdings doch nicht und beim Hinfallen bekommt man den ein oder anderen blauen Fleck. Trotzdem macht es eine Menge Spaß! 🏄🏼‍♀️🏄🏽‍♂️

Eigentlich müsste es uns hier prima gehen und – versteht das nicht falsch – das tut es auch. Allerdings habe ich jetzt schon seit einer Woche Probleme mit meinen Ohren. Das rechte Ohr ist von innen entzündet oder verstopft. Ich hatte erst gehofft, dass das mit ein bisschen Ruhe und Limettensaft von selber wieder weg geht, aber Pustekuchen. Selbst warme Zwiebelsäckchen, die ich mir (sehr zur Belustigung von Marcel) abends um die Ohren gebunden habe, haben nur ein kleines bisschen geholfen.

“Onion rings” – Zwiebel ruft an

Falls ihr also Tipps gegen Ohrenentzündungen / -verstopfungen habt, oder Reise-Empfehlungen für Süd-Thailand und/oder Malaysia, lasst es uns bitte wissen. 🙂


Wir senden euch viele liebe Grüße aus Thailand! 💙  พบกันอีกครั้ง

2 Gedanken zu „Workaway in Phuket

  1. Liebe Mona, lieber Marcel!
    Bin selber gerade in Indien und habe Zeit euren Blog zu lesen😃
    Ich hoffe dem Ohr geht es wieder besser, mein Tip dazu sind Nasenspray, wenn es von innen entzündet ist und im Zweifel, wenn es gar nicht besser wird doch Antibiotika, damit es keine richtige Mittelohrentzundung wird.
    Und möglichst nicht fliegen! Das Problem kann, wenn es durch Bakterien verursacht ist in dem feuchtwarmen Klima auch besonders gut „ gedeihen“, leider.
    Gute Besserung!!

    Ich wünsche dir gute Besserung.

    1. Liebe Doro,
      danke für die guten Tipps und Hinweise! Mittlerweile geht es meinem Ohr wieder gut und ich habe auch einen Arzt nochmal drüber schauen lassen. Wo in Indien bist du? Wie geht es dir und Helena? (Du kannst mir auch gerne auf Whatsapp antworten.) 🙂
      Viele liebe Grüße ♥

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