Taman Sari und Borobudur – faszinierendes Yogyakarta!

Aussicht von den Tempelanlagen von Borobodur zum Sonnenaufgang

Selamat siang, oder: Guten Tag! ­čî× Nach nur zwei Tagen in Jakarta geht es f├╝r uns direkt weiter in den Osten. Schnell raus aus der wuseligen Hauptstadt und hinein ins kulturelle Zentrum der indonesischen Hauptinsel Java. Herzlich Willkommen in Yogyakarta!

Foto von Marcel mit dem Vulkan Merapi im Hintergrund
Nahe Taman Sari mit dem Vulkan Merapi im Hintergrund

Da wir von Jakarta aus den Nachtzug genommen haben, erreichen wir den Hauptbahnhof der Stadt Yogyakarta um 6 Uhr morgens. Wir bestellen uns ein GrabCar (die asiatische Alternative zu Uber) und fahren zu unserer Unterkunft f├╝r die n├Ąchsten drei Tage. Da wir aber um die fr├╝he Uhrzeit noch nicht einchecken k├Ânnen, geben wir hier nur unser Gep├Ąck ab und machen uns auf den Weg zum nahegelegenen Wasserschloss Taman Sari.

Das Wasserschloss Taman Sari in Yogyakarta

Das Wasserschloss geh├Ârte im 18. Jahrhundert zu den k├Âniglichen G├Ąrten der Sultane von Yogyakarta und diente dem Sultan als Badeanlage. Es gibt dort ein Wasserbecken f├╝r den Sultan ­čĄ┤­čĆŻ, ein Becken f├╝r seine Frau(en) ­čĹŞ­čĆŻ und eins f├╝r seine Kinder. ­čĹŽ­čĆŻ­čĹž­čĆŻ

Kurz bevor wir dort jedoch ankommen, werden wir von einem netten Indoneser aufgegabelt, der uns erstmal einen guten Ort zum Fr├╝hst├╝cken zeigt.
W├Ąhrend wir uns mit Mangos vom Baum und gebackenen Bananen st├Ąrken, erz├Ąhlt er uns von seinen verflossenen Lieben und interessante Anekdoten der Gegend. Spannend ist, wie viele prominente Besucher das Wasserschloss laut seinen Erz├Ąhlungen schon hatte: Marc Zuckerberg, Michelle Obama, Helmut Kohl, Helmut Schmidt und Angela Merkel geh├Âren dazu. Er, bzw. sein Vater und sein Gro├čvater haben all diese Pers├Ânlichkeiten angeblich schon durch Taman Sari gef├╝hrt… und jetzt zeigt er uns das Areal, sagt er. ­čśů┬á

Foto der Kampoeng Cyber Map im Areal um das Wasserschloss Taman Sari.

Dass zumindest der Besuch von Marc Zuckerberg nicht nur eine Geschichte war, stellen wir erstaunt fest, als wir auf dem Weg zum Wasserschloss an der “Kampong Cyber Map” vorbeilaufen. Und auf einem Gruppenfoto sehen wir sogar, wie Marc mit unserem einheimischen Guide posiert! ­čś« 

Lohnt es sich?

Das Wasserschloss Taman Sari kostet knapp 1ÔéČ Eintritt pro Person und nochmal etwa 20 Cent extra f├╝r eine Erlaubnis zum Fotografieren mit der Kamera. Das ist wirklich g├╝nstig und wir sind froh, trotz der Strapazen der n├Ąchtlichen Zugfahrt noch hierher gekommen zu sein. Die Wasserfarbe ist beeindruckend und die Atmosph├Ąre sehr friedvoll. Nach dem lauten und dreckigen Jakarta sind wir froh, wieder an einem sch├Ânen, inspirierenden Ort angekommen zu sein.

Unser “Guide” zeigt uns noch die anderen erhaltenen Teile der k├Âniglichen G├Ąrten um das Wasserschloss herum und f├╝hrt uns in den Batik-Shop seines Onkels (irgendeinen kommerziellen Haken gibt es ja meistens ­čśÇ ).

Auch wenn diese Anlagen an sich nicht so besonders spannend sind, sind es aber die kleinen H├Ąuschen und k├╝nstlerischen Ecken ringsherum umso mehr.

Buntes Graffitti mit zwei Gesichtern und der Aufschrift "Sanggar Kalpika"
Stra├čenkunst nahe Taman Sari

Die buddhistische Tempelanlage Borobudur nahe Yogykarta

Den n├Ąchsten Tag ruhen wir uns aus und holen viel Schlaf nach. Abends organisieren wir uns f├╝r etwa 4ÔéČ noch einen Miet-Roller, denn am n├Ąchsten Morgen wollen wir fr├╝h los. Sehr fr├╝h. Um genau zu sein: 3:40 Uhr. Wir wollen n├Ąmlich p├╝nktlich zum Sonnenaufgang um 5.10 Uhr an der 40 km entfernten Tempelanlage Borobudur sein.

Marcel f├Ąhrt uns also morgens um 4 eine Stunde lang durch die dunklen und verwinkelten Stra├čen Indonesiens, w├Ąhrend ich hinter ihm sitze und mithilfe von GoogleMaps navigiere. Das klappt erstaunlich gut und wir erreichen den Startpunkt f├╝r die Borobudur-Sunrise-Tour, das Hotel Manohara, problemlos.

Mit dem Sunrise-Ticket in die Tempelanlage

Eigentlich ├Âffnet die Borobudur Tempelanlage erst um 6 Uhr morgens und kostet etwa 23ÔéČ Eintritt pro Person, aber in dem Hotel Manohara kann man f├╝r 30ÔéČ das Sunrise-Ticket kaufen und durch den VIP-Eingang schon ab 4.30 Uhr in die Anlage hinein. Zus├Ątzlich zu dem Ticket bekommen wir jeder eine kleine Taschenlampe geliehen.

Wir beeilen uns, die knapp 10 Minuten Fu├čweg vom Hotel zur obersten Ebene des Tempels zur├╝ckzulegen, denn wir wollen noch rechtzeitig vor dem Sonnenaufgang einen guten Platz finden. Dann geht es los! Die Sonne steigt langsam am Horizont auf und taucht die Landschaft in gold-rosa Farben. Mit dem Vulkan Merapi im Hintergrund und wei├čen Nebelschwaden ├╝ber den W├Ąldern ist die morgendliche Kulisse wirklich m├Ąrchenhaft sch├Ân!

W├Ąhrend die Sonne h├Âher aufsteigt, haben wir und die anderen Touristen uns langsam satt fotografiert. Wir spazieren noch ein bisschen ├╝ber das Gel├Ąnde und machen uns dann wieder auf den R├╝ckweg zum Manohara-Hotel. Hier wartet n├Ąmlich ein kolossales Fr├╝hst├╝ck auf uns, das mit im Sunrise-Ticket enthalten ist! Au├čerdem bekommen wir bei R├╝ckgabe der Taschenlampe ein kleines Geschenk: einen roten Batik-Schal in einer Borobudur-T├╝te! Wir freuen uns trotz aufkommender M├╝digkeit ├╝ber den sch├Ânen Morgen und genie├čen das gute Essen! ­čŹŹ­čąşÔśĽ´ŞĆ 

Und jetzt?

In den n├Ąchsten Tagen werden wir Yogyakarta hinter uns lassen und weiter in den Osten fahren. Hier wollen wir uns den Vulkan Bromo (und eventuell sogar noch den Mount Ijen) anschauen, bevor es weiter nach Bali geht.

Falls ihr noch Tipps f├╝r diese Regionen habt, oder Anmerkungen zu Taman Sari und Borobudur, schreibt uns gerne in die Kommentare. Wir freuen uns wirklich riesig ├╝ber jede R├╝ckmeldung! ÔŁĄ´ŞĆ

Ansonsten viele liebe Gr├╝├če und bis bald, Marcel & Mona aus Indonesien. ­čśŐ

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